Lobenberg: Vajra erzeugt ungefähr 80.000 Flaschen Barolo auf 20 Hektar Rebfläche. 1971 hat man hier auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Damals war das noch revolutionär und erfolgte gegen alle Widerstände der damals massiv agierenden Chemieindustrie. Der Barolo Albe stammt aus drei verschiedenen Cru-Lagen innerhalb der Comune Barolo. Coste, Fossati, La Volta. Da diese Lagen von verschiedenen Expositionen und von 380 bis 480 Höhenmetern kommen, gibt es hier drei Sonnenaufgänge (auf italienisch Albe). Nach der Lese erfolgt eine lange Mazeration, zwischen 27 und 57 Tagen, auf den Traubenschalen. Es wird mit »Submerged Cap« gearbeitet, Holzbalken halten die Traubenschalen unter der Weinoberfläche, das führt zu einer sanften Extrahierung der Tannine. Es folgt ein 18-monatiger Ausbau in großen slawonischen Eichenfässern von 40, 50 und 75 hl Größe. Im Juli bei abnehmendem Mond abgefüllt. Schon beim Reinriechen ist das ein unglaublich hedonistischer, aromatischer Wein. Wow, diese Nase ist Verführung pur! Ultra klare rote Frucht, Sauerkirschen, die wie ein Laserstrahl aus dem Glas direkt über die Zunge schießen. Duftende Tannennadeln und etwas gebratenen Thymian und Vanille sind nur zwei Komponenten des vielschichtigen Dufts. Im Mund hat der Wein intensive Tannine und eine famose Tanninstruktur. Ultra viele, aber feine, reife Tannine. Die Frische und Balance in diesem Wein ist einfach phänomenal. Er wird früh zugänglich sein, aber hat dennoch das Potenzial zu reifen. Hier haben wir einfach das Beste aus beiden Welten und einen super Barolo-Verführung. 95+/100