Es war tolles Lesegut mit satter Reife aus diesem relativ reifen Jahrgang, der sich oft eine brillante Säure erhalten hat. Die Lese begann Mitte September in 2025, zu dieser Zeit gab es teilweise stärkere Regenfälle, was die Lese dann sehr beschleunigt hat. Selektives Lesen war das große Thema, um präzises und sauberes Material reinzuholen. Aromatisch ist 2025 eher auf der wärmeren Seite, aber kein extremes Jahr wie 2022 oder 2018, eher ausgewogen warm wie 2019. ,Das Brauneberger Juffer GG ist das Große Gewächs außen herum um die Juffer-Sonnenuhr Große Gewächs. Die Sonnenuhr ist eine speziellere, kleinere Auswahl des Juffer GGs, meistens eher feiner als kraftvoller. Juffer ist etwas rustikaler im positiven Sinne, da sind wir mehr in der unverblümten Steinigkeit in der Nase und auf der Zunge. Durchgegoren auf rund 4 g/l Restzucker. Puh, dieses 2025 ist schon ziemlich intensiv, aber fein. Schwer einzuordnen als Jahr, hat Elemente von 2023, von 2015, einerseits reif und druckvoll, andererseits eben kein geschmacklich heißes Jahr. Schon erstaunlich. In der Nase hellgelbe Frucht mit ganz zarten exotischen Anklängen, weißfleischige Birne, Boskoopapfel, Litschi, Ingwerabrieb, etwas Honig. Er hat eine feine Schärfe, die ihm einen interessanten Twist gibt. Das hat schon gewaltig viel Struktur, ist zwingend und fest im Kern. Die Säure ist seidig geschliffen, dabei schon recht präsent. Vibrierender Fruchtkern, fast ein bisschen wild am Gaumen. Ich mag das sehr. Die Juffer ist ein kleines Biest in 2025, durchaus elegant, aber mit aufregender Kante.