Im Jahrgang 2025 musste man vor allem eines: sehr schnell sein. Nach dem warmen Sommer mit ausreichend Regen liefen die Mostgewichte dann relativ schnell nach oben ab Anfang September, dazu gab es einsetzenden Regen, der einiges an Botrytis mit sich brachte. Es galt also schnell zu sein, um die perfekte Reife zu treffen und nicht zu hoch zu schießen mit den Oechslegraden. Seit Jahrgang 2025 ist Zilliken offiziell bio-zertifiziert. Und 2025 ist ein Zilliken-Jahr, weil es fruchtstark ist, weil es auch an der Saar vollreif war und weil es eine schwerelose Intensität hat. Und dieses Rausch GG 25 ist schon ein ziemlich abgespacetes Teil. In der ersten Nase pures Gestein, flintig, graphitig, weißer Pfeffer, glockenhell und kristallklar. Weißer Pfirsich, weiße Blüten, aber ganz unten kommt dann der dunkle Feuerstein wieder. Klirrend mineralisch und zugleich so filigran und fein, wie man es dem warmen Jahrgang gar nicht zugetraut hätte. Wahnsinniger Geradeauslauf, total straight, salzig, pikant, etwas Flieder an den Seiten, schwarze und weiße Johannisbeere, alles zieht sich zusammen. Ein hochfiligranes, mineralisches Powerteil, falls es sowas geben kann.