Im Jahrgang 2025 musste man vor allem eines: sehr schnell sein. Nach dem warmen Sommer mit ausreichend Regen liefen die Mostgewichte dann relativ schnell nach oben ab Anfang September, dazu gab es einsetzenden Regen, der einiges an Botrytis mit sich brachte. Es galt also schnell zu sein, um die perfekte Reife zu treffen und nicht zu hoch zu schießen mit den Oechslegraden. Seit Jahrgang 2025 ist Zilliken offiziell bio-zertifiziert, beim Gutswein sind aber einige Parzellen noch in Umstellung, da dauert es aber noch etwas. Und 2025 ist ein Zilliken-Jahr, weil es fruchtstark ist, weil es auch an der Saar vollreif war und weil es eine schwerelose Intensität hat. ,Zillikens Gutswein ist wie immer früh zugänglich und einladend. Alles aus eigenen Reben, selektive Handlese. Die Trauben stammen aus dem Saarburger Rausch, Ayler Kupp, Niedermenniger Herrenberg und decken damit fast die gesamte Bandbreite der Saar ab. Das sind absolut herausragende Lagen, mit die besten der Region. Also Topmaterial für einen Gutswein. Ausbau im traditionellen Fuderfass, meist uralt. Eine kühle Saartypizität, weiße Blüten, wie ein Spaziergang durch einen Garten im Frühling, Flieder, wahnsinnig viel Frucht mit Litschi, Granny Smith, Limettenzeste. Die Saftigkeit ist famos, so glockenklar, blumig, verspielt. Wir liegen bei feinen 11.5% vol. Alkohol, also im sehr trinkigen Bereich. Dennoch hat 2025 wahnsinnig viel Kraft, selbst im Gutswein-Bereich, schöner Druck, bloß weit von Üppigkeit entfernt, aber die Dichte ist für einen Gutswein ganz famos. Schick!