Die Trauben der Burgunder-Rebsorten konnte man sich eigentlich kaum besser vorstellen. Sie waren so früh reif in 2025, dass es noch vor der Hitzewelle und vor dem größeren Regen reingeholt werden konnte. Bei den Burgundern ist es dann eben dieser sehr harmonische, geschliffene Jahrgang mit feiner, straffer Säurespur. Bei der tollen Qualität, die bereits in der Basis steckt, war klar, dass Frank irgendwann mal eine höhere Qualität daraus ziehen würde. Der Grauburgunder S wird im großen Holz von 2000 Litern ausgebaut, in 2025 ist es die Zweitbelegung. Der S ist eine Selektion der feinsten Trauben, zudem stehen die Reben in einer richtig starken Parzelle mitten im Kernbereich des Frühlingsplätzchen. Also grandioser Boden. Für einen Grauburgunder ist das schon unverschämt fein in der Nase. Ich hätte aus dem warmen Jahr 2025 diese Eleganz gar nicht erwartet, ehrlich gesagt. Super geschliffene Finesse, die Grauburgunderfrucht ist fein abgeschmolzen, eher hell und klar, nichts Staubiges. Helle Apfelfrucht, Williamsbirne, Frühlingsblüten. So ein feiner, geschmeidiger Burgunder, hat fast chardonnay-artige Eleganz. Und dann diese feingliedrige Salzigkeit. Er hat schon mehr Druck in der Mitte als 2024, wirkt fester und gesetzter, ist aber hochelegant für diese Rebsorte. Ich bin wirklich erstaunt über diesen Grauburgunder.