Die Arborina-Parzelle von Altare liegt direkt neben der Arborina-Parzelle von Corino, hat aber noch eine deutlichere Südexposition und ist daher noch wärmer, noch reicher. Das Weingut Altare selbst liegt inmitten der Parzelle, also im Herzen von Annunziata, diesem kleinen Dorf zwischen La Morra und Barolo. Im Stahltank vergoren, dann folgt der Ausbau im Barrique, etwa 20 Prozent davon sind neu. Ungefähr 5.000 Flaschen werden gemacht. Leuchtendes zartes Rubinrot mit einem Hauch Orange und dicken Tränen am Glasrand. Saftige rote eingelegte Kirschen und Himbeergeist steigen aus dem Glas – nach dem zuvor probierten Unoperuno ist der Körper des Arborina nochmal deutlich druckvoller, schiebender und dichter. Dieser Wein hat die Lautstärke eines Opernsängers mit beinahe schwindelerregender Intensität! Über der reichhaltigen roten Frucht tänzeln schwebende Kräuter mit verführerisch duftender Vanille und würziger weißer Lakritz. Im Mund hat in diesem Wein diese unglaublich dichte rote Frucht das Sagen. Süße, reife Erdbeeren sowie reife rote Kirschen und rote Johannisbeeren. Die Tannine sind wunderbar samtig, ultra fein geschliffen und integriert. Auch im Mund liefert dieser Stoff die perfekte Kombination aus der zarten Vanille, mit wärmendem Zimt und verspielt duftender brauner Würze. Etwas Marzipan, weißer Pfeffer sowie rote und schwarze Johannisbeeren, konzentrierte Sauerkirschen und Herzkirschen. In Summe ist dieser Arborina rotfruchtig, druckvoll und doch durch diesen verführerischen Altare-Duft zugleich auch eine Lorelei! 2022 ist wesentlich druckvoller, schiebender und imposanter als in den Vorjahren. Ein reifes, warmes Power Teil mit klarer Ansage!