Der Dachsberg ist geprägt von Buntsandstein, der im Pfälzer Wald vorherrschenden geologischen Formation. Der Ausbau erfolgt rein im Stahltank um den Fokus auf die pure Frucht zu reduzieren und einen geradlinigen, straffen Rieslingtyp ins Glas zu bekommen. Terroir steht für Franz eben immer vor Ausbau. Wie alles bei Wehrheim, natürlich aus zertifiziert biodynamischer Bewirtschaftung. Zu Beginn mit feiner Feuerstein-Reduktion, mit etwas Luft öffnet sich dann aber die ansonsten glockenklare Nase. Gewachste Zitronenschale, Grapefruit, auch etwas grüner Apfel. Kreidestaub und weiße Blüten schwingen mit. Sehr elegant, nichts ist hier laut sondern getragen von wunderbarer Kühle und Finesse. Das Spiel setzt sich dann am Gaumen fort. Krachende, laserstrahlartige Säure fegt über die Zunge. In Salz gewendete Limette trifft auf saftige Aprikose. Unglaublich Pikant, vibrierend und enorm geschliffen. Hallt noch lange nach. Wehrheims Dachsberg ist ein präzises Meisterstück unter den ersten Lagen und stellt mit seiner Eleganz, bei gleichzeitig profunder Tiefe, ziemlich sicher auch einige GGs in den Schatten. Genial! 95-96+/100