Der Eckertsberg ist ebenfalls eine Lage mit vulkanischen Verwitterungsböden, ein abfallender Hang direkt am Rheinufer mit Blick ins Elsass. Eine relative warme Lage, die aber sehr windoffen ist. Es ist eine alte Rebanlage mit 6.000 Stöcken auf dem Hektar, Rebalter über 40 Jahre, die Erträge sind gering. Die Roten Heger-Weine sind seit einigen Jahren nun schon superspannend, sie haben eine geschliffene Tanninstruktur und die Dichte und Konzentration, ohne fett zu sein, also nicht so körperreiche Tannine, aber sie überzeugen in der eindeutig kirschig-burgundischen Ausrichtung und in der aromatischen Länge. Reife Kirsche in allen Schattierungen, dann Zwetschgenschale, Maulbeere, sehr duftig und fein. Schöner Mix aus roter und schwarz-blauer Frucht, aber sehr zart. Die Stilistik ist hier klar schlank und kühl, überzeugt am Gaumen dann aber durchaus mit einer gewissen druckvollen Tiefe und Süße. Präsentes, aber samtiges Tannin. Hat schon badischen Charme in seiner extraktreichen Frucht, dazu kommt aber dieser feine Zug, der den Jahrgang 2021 auszeichnet. Delikat, beerig, tänzelnd. Das macht richtig Freude.