Pinot Noir ist eine fantastische Entwicklung im Elsass, ebenso wie auf der anderen Rheinseite. Früher waren die Weine häufig dünn und rustikal, wenig charmant, das ist heute passé. Die klimatische Entwicklung – immerhin ist das Elsass eine der trockensten Regionen Frankreichs – verschiebt die Aufmerksamkeit der Winzer zusätzlich zum Pinot Noir. Da ist schon viel passiert und wird es auch weiterhin, zuletzt hagelte es hohe Parker-Punkte für elsässische Pinot Noirs, von denen früher niemand gewagt hätte auch nur zu träumen. Neben Pinot-Spezialist Zusslin ist die Produktion von Weinbach sehr gering, winzig sogar. Der Boden des Grand Cru Altenbourg setzt sich vor allem aus Mergel, Kalkstein, Sandstein und Sand zusammen. Im Gegensatz zum benachbarten Schlossberg, der auf Granitfelsen liegt. Der Grand Cru Altenbourg liegt direkt unterhalb des Grand Cru Furstentum und damit auch schon auf über 250 Metern Seehöhe. Südwest-Exposition. Für Pinot Noir ist der Altenbourg nicht als Grand Cru zugelassen, das tut diesem Wein aber keinen Abbruch. Alles an diesem Wein ist dunkel, fast geheimnisvoll. Er ist tiefer und druckvoller als der mineralische Schlossberg. In der Nase dunkle Waldbeeren, Valrhonaschokolade, Herbstlaub, Süßholz, darüber feiner Rauch. Samtig-dichte Tannine, die sich in den dichten Körperbau seidig einschmiegen. Er ist weniger auf der karg-salzigen Seite und mehr gourmand, schmelziger und einen Ticken reicher. Der Altenbourg ist ein dunkelwürziges Powerhouse, aber so fein dabei.