Der Burgunder-Jahrgang 2023 brachte eine sehr großzügige, gesunde Ernte mit sich. Das warme und sonnige Jahr sorgte für fantastisch ausgereiftes Lesegut. Gerade für Weine, die ohne schützenden Schwefel ausgebaut werden, ist die absolute Makellosigkeit und Gesundheit der Trauben essenziell. Die 2023er zeigen folglich eine etwas opulentere, einladendere Frucht als in kühleren Jahren wie 2024 oder 2021. Sehr rauchige Nase. Espresso, Kaffee, tiefe konzentrierte Pflaume, immens stoffige Nase, frische Zwetschge, dunkle, fast schwarze Sauerkirsche. Ein bisschen liköriges Creme de Cassis, ein bisschen rote und schwarze frische Johannisbeere darunter. Fast cremig in der Nase in seiner Intensität. Leichte Kräuteranklänge, Veilchen, erstaunlicherweise auch ein Hauch von Kamille. Weihrauch, Kampfer drückend wuchtig ohne fett zu wirken. Sehr beeindruckend. Der mit Abstand konzentrierteste Mund von allen Weinen bei Prieuré-Roch, dramatisch schiebender, erdig-mineralischer Mund mit immenser Würzigkeit. Sensationelle salzig-süß-saure fruchtige Intensität. Superspannung, hoch komplex, viele verschiedene Fruchteindrücke. Zwetschge, Sauerkirsche, Brombeere, Cassis, alles sehr versammelt. Viel Walderdbeere. Die Vergärung mit 100 Prozent Ganztrauben verhindert das übermäßige Süßwerden des Weins. Phänomenale innere Spannung und Rasse mit toller Säure.