Biologischer Anbau, einige biodynamische Praktiken, die meisten Arbeiten geschehen nach dem Mondkalender. Und das schon seit 2010, allerdings ohne Zertifizierung, weil es für Nicole Lamarche eine Herzensangelegenheit und Philosophie ist und kein Papierkrieg. Der Ausbau ist zart, fast nur Überschwallen, grundsätzlich sehr wenig Neuholz. Alles so fein und pur wie möglich gehalten. In 2022 haben alle Weine rund 30 Prozent Ganztrauben in der Gärung, die komplett im Holz geschieht, genau wie der Ausbau. Suchots dieses große Terroir im unteren Teil von Vosne, nahe beim Echezeaux. Reichhaltig in seiner Fruchtpracht mit Himbeere, Veilchen, süßes Unterholz, Blumen und Thymian, der Wein riecht ohne jegliche Wucht, ein bisschen provencalisch in seiner würzigen Kräuterigkeit, seiner einnehmenden Wärme, seiner köstlich süßen Kirsche. Dann kommt warmer Sandstein, zarte Pfeffrigkeit, straffe Tannine. Das Finale ist lang und hochfein, verspielt und leichtfüßig. Eine Ode an die Trinkfreude!