Grand'Cour ist arrondiert von seinen eigenen Reben wie ein Château in Bordeaux, natürlich alles Monopol-Lage. Seit langem strikt biologisch bewirtschaftet, ist der Clos eine grüne Oase inmitten von viel konventionellen Hochertragslagen im Beaujolais. Hier stehen alle Zeichen auf Qualität aus Handarbeit. Dieser Hauptwein des Clos stammt von 40 bis 50 Jahre alten Reben, komplett auf Granit gewachsen. Diese Parameter sind für alle Weine der Domaine de la Grand’Cour identisch und qualitative Grundsätze: Handlese in kleine Kisten von 20 Kilo, Einmaischung bei niedrigen Temperaturen unter 10 Grad, keinerlei Zugabe von Schwefel während des gesamten Ausbaus. Zu 100 Prozent als Ganztraube in Maceration Carbonique, also total klassische Vinifikation. 50 Prozent liegen im großen 6000-Liter-Fass und 50 Prozent in alten Barriques. Keine Schönung und Filtration, sehr geringe Schwefelung bei der Abfüllung. 2024 ist ein Jahrgang der klassischen Frische und Eleganz. Nach den eher heißen Vorjahren markiert 2024 eine Rückkehr zu einem kühleren, feuchteren Zyklus, der im Keller viel Fingerspitzengefühl verlangte. Nach dem brutalen Frühjahrsfrost blieb dem Weingut so wenig Ertrag in ihren Weinbergen, dass sie sich entschließen mussten, alle Lieu-dits außer dem Grand'Cour Monopole in diesen einen »Tous ensemble«, also alles gemeinsam, zu kombinieren. Alles andere hätte keinen Sinn ergeben, da es einfach so extrem wenig war. Es gehen also alle besten Einzellagen wie Chapelle des Bois und La Champagne in diesen Wein ein. In der Nase ist der 2024er Tous Ensemble eine regelrechte Explosion von frischen roten Beeren. Sauerkirsche, Walderdbeere und ein Hauch von roter Johannisbeere springen förmlich aus dem Glas, untermalt von den typischen floralen Noten nach Veilchen und Iris. Er wirkt im Vergleich zum Vorjahr noch etwas tänzerischer und energetischer. Ein aus der Not geborener Wein, der den Stil des Hauses dennoch fantastisch abbildet.