Das ist vom Feeling schon ein ganz anderes Jahr als 2024, weil es eben keine Frostschäden gab. Die Reben waren entspannt, der Fruchtansatz war gut, das Frühjahr lief relativ sauber durch und der Sommer war sonnig und warm mit ausreichend Wasserverfügbarkeit.” Die Trauben haben am Ende doch weniger Saftausbeute gebracht als gedacht. Der Ertrag war leicht unterdurchschnittlich, obwohl es Anfang des Jahres nach viel mehr aussah. “Es war eine der frühsten Ernten, an die ich mich erinnern kann.”, sagt Helmut Dönnhoff. Anfang September ging es schon los, selbst beim Riesling, der Großteil der Ernte war also vor dem größeren Regen schon drin. Es wurde mit 80 Leuten gelesen am Ende, um den Turbo reinzukriegen. Feiner, roter Sandstein an einem sehr steilen Südhang, weiter entfernt vom Fluss. Sehr alte Reben. Dementsprechend, anders als im Kahlenberg, hat er mehr Wucht und Druck. Die Frucht geht ins Rötlichere, besonders in einem expressiveren Jahr wie 2025. Der Höllenpfad liegt über 400 Meter hoch, somit ist er kühler gelegen als der Kahlenberg. Roter Pfirsich, dann kraftvolle rote Zitrusaromen, so viel Frische und Pikanz hatte ich gar nicht erwartet in diesem warmen Jahr. Ich mag diese wilde Würze, die er in diesem Jahr hat, erinnert mich an 2015, weil er ebenfalls diese Kombination hoher Reife mit exotischem Touch und straffer Säurevibration. Das ist ein Top-Wert, ein riesiger Deal für dieses Geld und locker GG-Qualität vieler anderer Weingüter.