Das Dellchen steht auf grauem Schiefer mit Porphyr. Eine große Mulde mit Terrasse und Amphitheater-Charakter. Durch die Erosion liegt auf dem Schiefer eine felsig geröllige und dunkelsandig krümelige Schicht. Deswegen ist das Dellchen insgesamt ein bisschen früher offen als Hermannshöhle und Felsenberg bei Dönnhoff. Für Cornelius ist das Dellchen ein bisschen die Antithese zum Felsenberg. Es gibt im Dellchen einen deutlichen Vegetationsvorsprung, es ist einen Hauch wärmer. Zudem hat es untergründige Wasserläufe, es gibt hier also selten Trockenstress. In einem Teil des Dellchens herrscht vulkanischer Boden, die »Delle« in der die Lage sitzt, ist ein ehemaliger Vulkan-Schlot. Im anderen Teil ist der Boden schiefriger. Das gibt diesem GG immer ein faszinierendes mineralisches Spiel. Es ist immer etwas vibrierender als die große, ruhige Hermannshöhle. Köstlichste Frucht in 2025, wahnsinnig expressiv mit feiner, finessenreicher Frucht. Er hat eine grandiose Spannung aus weißer Johannisbeere mit weißem Pfeffer und Ingwer, auch Tonic Water. Dieser Jahrgang ist bei Dönnhoff echt faszinierend, weil er so eine krachende Vibration mit hoher Dichte verbindet. Das ist wie 2024 mit Turbolader. Kraft ohne Schwere. Das Dellchen ist nicht erst seit 2021 absolut Kult und einer der großen Steillagen-Terroirweine vom Naheufer.