Der Wein wächst in zwei Lagen: ein Drittel im Felsenberg in Oberhausen mit etwas dickerer Lehmauflage, zwei Drittel im Kreuznacher Hinkelstein mit etwas schwereren, tonigeren Böden. Die Burgunder wurden extrem früh gelesen Ende August, Anfang September, da musste alles ganz schnell gehen. Vergärung und Ausbau im Stückfass und Doppelstückfass. Hier gibt es ein bisschen Batonnage, weil der Grauburgunder das gut annimmt. Durchgegoren auf 1 Gramm Restzucker. Ein wunderbarer Duft, stoffig und sehr frisch dabei, Nahe eben. Die Frucht ist einnehmend und umarmend, einfach schön. Duftiger Sommerapfel, roter Weinbergspfirsich, Lavendel, etwas Muskat. Der Grauburgunder gefällt mir dieses Jahr besser als der Weißburgunder. Kein Fett, sondern schöne feinziselierte Art, dazu ein bisschen Cremigkeit. An der Nahe sind die Burgunder den Riesling ja nicht ganz unähnlich in der Frische, aber ein bisschen mehr Druck und Samtigkeit kommt hier eben schon. Ein sehr schöner Wein, der sehr vielseitig einsetzbar ist.