Das Weingut Conterno Fantino liegt in Monforte d´Alba. Bereits seit vielen Jahren wird hier zertifiziert biologisch gearbeitet. Im Keller werden alle Weine komplett entrappt und spontan im Stahl vergoren, die Beeren werden nicht angequetscht. Rund zwei Wochen dauert die Gärung in den Rotofermentern, die hier verwendet werden. Die Häute platzen durch diesen Prozess von selbst auf. Nach zwei Wochen werden die Schalen rausgenommen und der Wein für eine Woche sedimentiert, anschließend geht er direkt ins Barrique. Ein Drittel Neuholz, zwei Drittel gebrauchtes Holz. Die Malo findet im Barrique statt. Winzer Fabio Fantino schwört darauf, weil es die Farbe stabilisiert und die auftretende Mikrooxidation dem Wein reduktive Noten nimmt – ein Grund, warum die Weine hier im Vergleich zu den Nachbarn deutlich dunkler sind. Nach einem Jahr im Barrique wird die Hälfte des Weins in größere Fässer umgezogen. Alle Baroli werden bei Conterno Fantino so erzeugt und dann im Juli nach 2,5 Jahren auf Flaschen gefüllt. Das Weingut besitzt 0,98 Hektar in der Lage Mosconi auf 400 Höhenmetern. Neun Reihen davon sind über 60 Jahre alt – in diesem extrem steilen Teil kann nicht mit dem Traktor gearbeitet werden. Elegant leuchtendes, mittleres Rubinrot. Die Nase ist im ersten Moment monumental tief und mineralisch mit Graphit, Eisen, Blut auf dunkler Kirsche, Lakritz, Anis, erdigem Herbstwald und würzigen Nelken. Nach wenigen Minuten im Glas öffnet sie sich zusätzlich mit dunklen floralen Noten, einem zarten Hauch Vanille und schwebendem Teer. 2022 ist in diesem Wein erstaunlicherweise eine ganz besondere Eleganz vorzufinden. Im Mund trägt die Saftigkeit der Lage zur wunderbaren Harmonie im Mund bei. Die vielen Tannine sind geschliffen und von kalkiger Textur, sie gleiten in der noch intensiveren Kirschfrucht, auch mit gelben Aromen wie Pfirsich und Nektarine über die Zunge. Im Schlepptau sind saftige Heidelbeeren und Schwarzkirschen, die in eine wunderbare, ganz zarte Salzigkeit auf der Zunge übergehen, welche für geniale Frische auf der Zunge sorgt. Im Nachhall bleibt etwas Orangenabrieb im Spiel mit zartbitterer Schokolade und saftig reifer Schwarzkirsche pudrig auf der Zunge. Mosconi ist die höchste Lage des Weinguts. Die Frische des kühleren Mikroklimas gibt diesem körperreichen Wein hinten raus sooo fabelhafte Feinheit. Ein wirklich schöner, wunderbar harmonischer Wein mit viel Frische in seiner Struktur und gnadenloser, vibrierender Intensität. Erstaunlicher Stoff, etwas früher zugänglich als 2021 aber auf dem gleichen Qualitätslevel. Aufgrund der momentanen Marktlage gibt es hier zudem ein preisliches Zugeständnis. Perfekt! Einer der absoluten Stars des Jahrgangs!