Das Weingut Conterno Fantino liegt in Monforte d´Alba. Bereits seit vielen Jahren wird hier zertifiziert biologisch gearbeitet. Im Keller werden alle Weine komplett entrappt und spontan im Stahl vergoren, die Beeren werden nicht angequetscht. Rund zwei Wochen dauert die Gärung in den Rotofermentern, die hier verwendet werden. Die Häute platzen durch diesen Prozess von selbst auf. Nach zwei Wochen werden die Schalen rausgenommen und der Wein für eine Woche sedimentiert. Wenn er clean ist, geht er anschließend direkt ins Barrique. Ein Drittel Neuholz, zwei Drittel gebrauchtes Holz. Die Malo findet im Barrique statt. Fabio, der Weinmacher, schwört darauf, weil es die Farbe stabilisiert und durch die auftretende Mikrooxidation dem Wein reduktive Noten genommen werden. Die Farbstabilisation merkt man hier direkt, weil die Weine im Vergleich deutlich dunkler sind. Nach einem Jahr in den Barriques wird die Hälfte des Weins in größere Fässer umgezogen. Alle Barolo werden bei Conterno Fantino so erzeugt. Im Juli auf Flasche gefüllt. Mittleres Rubinrot. Was für eine verführerische und betörende Nase! Duftige Schwarzkirsche mit reifen Brombeeren und vielerlei Blüten und Kräutern. Geheimnisvoll rückt der Mosconi Vigna Ped nach und nach etwas von seinem verführerischen, vielfältigen Duft heraus. In kleinen Dosen. Man wird beinahe ungeduldig beim Reinriechen und möchte immer mehr und mehr. Im Mund umgarnt die süße, saftige Frucht dann die fein strukturierten und griffigen Tannine. Mmmh! Saftig, dicht, vielschichtig und doch mit genau dem richtigen Fokus. Ein Hauch Teer und zarter Rauch schwebt über die Zunge. Die Präzision der Kirschfrucht ist der Hammer! Mosconi ist die höchste Lage des Weinguts. Die Frische des kühleren Mikroklimas gibt diesem körperreichen Wein fabelhafte Feinheit hinten raus. Das ist ein Wein, der die optimale Balance und Intensität und damit auch ein fabelhaftes Maß an Perfektion erreicht hat. 98-100/100