Der Hauptwein aus den legendären 7,5 Hektar des Clos de Tart. Rund 55 Prozent Rappenanteile und rund zwei Drittel Neuholz. Die Nase ist hochkomplex, immer neue Schichten werden freigelegt, ein Hauch Kokosnussholz, Blaubeere, Schlehe, Sanddorn, auch hier sehr viel Veilchen. Direkt zu Beginn wirkt er sehr verschlossen, voller reduktiver Spannung, rauchig, warmer Asphalt, grüner Pfeffer und grünes Zigarrendeckblatt. Nach einigen Minuten dann, werden immer mehr Strukturen freigesetzt, die rotblaue Frucht, Grapefruit, roter Pfirsich, Muschelschale, sehr viel Cranberry und Sauerkirsche. Eine fast an die allerbesten Vosne erinnernde Aromatik. Schon der Duft strahlt eine unvergleichliche Struktur und Tiefe aus, aber völlig ohne Härte oder Wucht. Nur Finesse, vor allem in 2021. Im Gegensatz zu den Vorjahren geht es 2021 wieder um Säure, Salzigkeit, Würze, Spannkraft und Schlankheit. Wo 2020 unendlich seidig-dicht und üppig war, ist 2021 ein drahtiger Athlet, ein Sprinter, alle Sehnen sind angespannt. Der Wein ist schwer zu begreifen in seiner schwebenden Art, die doch so viel Power vermittelt. Tief und lang, mit einer würzigen, salzigen Tiefe, den Mund belegt und die Lippen salzig macht. Selten waren Mineralität und Säure in Tateinheit so präsent als Dominanten wie dieses Jahr. Ein Traum von einem Pinot Noir und tatsächlich nahe an der Perfektion, was Feinheit und Tanninqualität angeht. Das ist klassisches Burgund wie in den besten Jahren vergangener Zeiten, nur mit so viel mehr Zartheit und Finesse im Handling. So etwas gab es früher nahezu nicht, diese Perfektion und diesen Feinschliff. Das gehört heute in die Top-Riege der allerbesten Weine des Burgunds. 2021 ist ein Megastoff – für klassische Burgundfreaks und Finessetrinker.