70 Prozent Merlot, 25 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Der Ertrag lag bei 23,5 Hektoliter pro Hektar. Die Maische wurde für 29 Tage im Beton vergoren. Danach 18 Monate Ausbau im Barrique, davon 60 Prozent Neuholz. Der pH-Wert liegt bei 3,5, der Alkoholgehalt bei 14,0 Volumenprozent. Porte Chic wäre schon jetzt ein ganz großer Wein, wenn die Reben älter wären. In diesem jungen Alter ist es aber schon ein extrem schicker Stoff – so wie das Château eben auch heißt. Feine helle Lakritze, verspielte Veilchen, Wiesenblumen und ein bisschen Rosenblätter. Zwetschge und Backpflaume im Untergrund, relativ dicht. Dann kommt satte Schwarzkirsche, das Ganze aber mit einer unglaublich feinen Tanninstruktur – verspielt! Im Mund sind die Tanninmassen zumindest nicht als rauer Gerbstoff angekommen, sondern nur als feine, verspielte, seidig-samtige Grundstruktur. Das Ganze mit schwarzer und roter Kirsche. Sehr fein, sehr lecker. Nach ein paar Jahren wird sich der Wein sicherlich zu einem köstlichen Kirschsaft entwickeln. Unglaublich schicke Tannine, leichte Salzspur dahinter. Auch hier wieder etwas Veilchen und helle Lakritze. Ein extrem leckerer Wein mit mittlerem Körper, aber extrem hohem Genussfaktor. Fruchtiges Burgund voller seidiger Finesse. Hedonistisch-schick, fast erotisch in der Ausprägung. Ein wirklich leckeres Tröpfchen und ein totales Schnäppchen für soviel Hedonismus! *** Dieser winzige Weinberg ist sehr speziell. Er gehört der Familie Trocard. Der Weinberg liegt inmitten von Libourne auf dem Areal der ehemaligen Pferderennbahn der Stadt. Früher schon war sie ein Weinberg, dann wurde der Platz für den Sport genutzt und schließlich renaturiert und neu bepflanzt. Die zwei Hektar Reben sind also dementsprechend jung, erst 2010 gepflanzt. 70 Prozent Merlot, 25 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Sand und Kies auf purem Lehm. Der Wein wird spontan vergoren im Beton, danach erfolgt der Ausbau zu 50 Prozent im neuen Holz und zu 50 Prozent im gebrauchten. Porte Chic bedeutet so etwas wie »natürlicher Schick«, gleichzeitig war es der Name des letzten Rennpferds der Familie Trocard. Ein Wortspiel im doppelten Sinne.