100 Prozent Merlot. Nur 34 Hektoliter Ertrag pro Hektar in 2022. Der Ausbau für 14 Monate in 50 Prozent neuem Holz. Es gibt 20.000 Flaschen. Satte fleischige, geröstete Nase. So eine Wucht! Pumpernickel darunter, durchaus stramm extrahiert und trotzdem nicht maskulin. Satte, satte, satte Lakritze und Veilchen, dazu Schoko in flüssiger Form. Wow, voluminös! Im Mund etwas spröde, gute Länge zeigend, es kommt auch gute Frische aus roter Frucht. Gar nicht zu scharf in der Extraktion, sondern durchaus auch Feinheit zeigend. Eiin ganz großer Wein, es sei denn man liebt es nicht auch etwas fett. *** Péby Faugères ist ein kleines Château von Silvio Denz, in der Nähe von Château Faugères, das ebenfalls Denz gehört. 100 Prozent Merlot auf 100 Prozent Kalkstein. 7 Hektar unterhalb von Faugères gelegen. Fast die gleiche Komposition wie die Neuwerbung von Silvio Denz, Lafon La Tuilerie. Péby Faugères ist in der Bewerbungsphase vom Grand Cru Classé zum Premier Grand Cru Classé B. Wie bekannt, besteht Château Faugères eigentlich aus mehreren Châteaus. Péby Faugères ist also keine Spezial-Cuvée von Château Faugères, sondern ein ganz eigenes kleines Château, mit eigenen Weinbergen und alten Reben. Der Wein ist immer deutlich konzentrierter, was am Terroir liegt. Man denkt immer, es ist eine Auslese aus Château Faugères, was definitiv nicht der Fall ist.