95 Prozent Merlot und fünf Prozent Cabernet Franc. Dieser Biodynamiker der ersten Stunde hat seine Reben auf fast reinem Kalkstein stehen. In kühlen und nassen Jahren ist es hier dennoch ausgesprochen schwierig, aber in warmen, trockenen Jahren kann hier echt die Post abgehen. Die Nase ist erstaunlich fein, sie ist reich und schwarz mit schwarzer Kirsche. Ganz fein bleibend mit feiner Brombeere und süßer Cassis. Sehr schick, toller Geradeauslauf! Feine gelbe Früchte dahinter. Etwas monolithisch im Mund, aber das passt ganz hervorragend zusammen! Sehr stimmig, sehr fein und burgundisch – Morey-Saint-Denis mit schwarzer Frucht. Schicke Kalksteinvariationen unter der geradeauslaufenden schwarzen Furcht und ein brutal poliertes, geschliffenes Tannin. Und toll, dass er nicht zu süß ausfällt, dass er einfach nur fein geradeausläuft. Eine große Freude, diesen Wein zu probieren! Das wird in 10 Jahren ein perfekter Wert sein. Toller Fonroque – best ever! *** Château Fonroque ist ein biodynamisches Weingut im Besitz von Alain Moueix, einem der Vorreiter der Biodyn-Bewegung überhaupt. 17,6 Hektar mit winzigsten Erträgen. Dichtpflanzung auf Kalkstein, direkt auf dem Plateau, also bestes Terroir. Die Trauben bei Biodynamikern reifen in der Regel viel schneller, da die Weinberge sehr gesund sind. Zusätzlich dazu kommen die geringen Erträge und die Dichtpflanzung. Das bedeutet, dass pro Stock auch mal nur 500 Gramm geerntet werden. Auch führt die Eliminierung von chemischen Spritzvorgängen dazu, dass die physiologische Reife in den Kernen viel eher erreicht ist. Die Vergärung erfolgt natürlich spontan, die Trauben werden komplett entrappt und im Zement sowie im Stahltank vergoren. Der Ausbau erfolgt in 30 Prozent neuen Barriques und 70 Prozent gebrauchten. Die Besonderheit bei Fonroque liegt im niedrigen pH-Wert des reinen Kalkbodens. Hier bewegt man sich klar im basischen Bereich. Das sorgt immer für hohe Frische und Säure.