Die Nase eröffnet zunächst in zarter Graphit-Mineralität. Sehr mineralisch-erdig, erinnert an Eisen und rote Bete mit herbsaftiger, roter Frucht, die mit dunklen Beerenfrüchten hin und her changiert. Cranberry und rote Johannisbeere im Wechselspiel mit Schwarzkirsche, dazu Noten von Mandel und Minze. Selten sind sich Mund und Nase so ähnlich wie bei diesem Wein. Schwarze Kirsche mit herben Cranberry-Elementen, auch hier wieder erdige Anklänge, dazu dann Eisen, auch Noten von rotem Apfel und rosa Pfeffer. Feine Länge mit schokoladiger Lakritze im Nachhall. Schöne Balance. *** Chasse-Spleen war lange Zeit der absolute Superstar der Appellation Moulis, die neben Margaux liegt, noch vor Listrac. Moulis wurde dann stärker dominiert von Branas Grand Poujeaux, von Poujeaux und anderen. Chasse-Spleen verschlief die Zeit ein wenig. Vor allen Dingen geriet der Wein in den letzten Jahren immer etwas grün und unreif. Man erntete zu früh. Spätestens seit 2020 ist Chasse-Spleen langsam, aber sicher wieder zurück auf der Spur.