Über 100 Jahre alte Reben, alles wurzelecht. In 2025 gab es keinen Frost, auch keine längeren Trockenphasen, keine extreme Hitze. Es war Regen und Sonne im Wechselspiel, aber im Grunde keine Extreme, ein sehr klassischer, warmer Sommer. Mitte September kam dann der große Regen, da musste man extrem schnell sein und am Ende auch gut selektieren. Für Christopher Loewen war der Regen dahingehend gut, dass man dann nicht noch später hätte lesen können. Man musste alles reinholen, dadurch haben die Weine dann etwas mehr Spannung erhalten. Es ist dennoch ein sehr charmanter, cremiger Jahrgang. Die unteren Parzellen hier sind die Maximin Herrenberg-Teile aus denen die Top-Weine und das Unikat 1896 geerntet werden. Der obere Teil des Weinberges ist für das Kabinett reserviert. Die Trauben werden also alle an einem Tag gelesen, das ist keine Vorlese aus den anderen Parzellen, sondern das Kabinett bekommt einen ganz eigenen Weinberg hier. Die oberste, kühlste Lage am Waldrand, windig und frisch. Genauso wird dann auch der Wein. Kandierte Zitrusfrucht, weißer Pfirsich, weißer Pfeffer, Tonic Water. Wir liegen bei unter 30 Gramm pro Liter Restsüße, also sehr niedrig. Das ist ein oldschool-Kabinett, klassische Mosel wie anno 1900. Trinkfluss total. Das geht zum Apero, zum Essen und danach. Oder zum Frühstück, wie sie es hier an der Mosel machen.