Der Anteil der Mourvèdre ist in allen Blends, in denen er beteiligt ist, anteilig stets gestiegen in den letzten Jahren, weil er so gut an die sich ändernden Klimaverhältnisse angepasst ist. Mourvedre bringt die dringend benötigte Struktur, die Traube ist ein bisschen das Lasso für den davon galoppierenden Alkohol der Grenache. Die Vergärung findet hier zu 100 Prozent im Betontank statt, immer spontan. Ungefähr 60 Prozent Ganztrauben in der Gärung, das gibt schön Schmackes und Struktur, zudem lässt es die Weine oft etwas kühler wirken. Der Ausbau findet komplett in großen Holzfudern statt, für ein Jahr. Es gibt nur 30.000 Flaschen Tradition und jeweils nur 6.000 Flaschen vom Gloire de mon Grand Père und von der Speciale Cuvée Chante le Merle. Trotz etwas kühleren, eleganteren Jahrgangs hat er satte PS unter der Haube, wenngleich wir ja bei Bosquet des Papes mit diesem Ausbau im größeren Holz und Beton und den paar Rappen immer auch auf der eleganteren Seite bleiben. Wir liegen bei, heute muss man ja fast schon sagen moderaten 14.5% vol., das passt. In den letzten Jahren ist diese Domaine nochmal feiner und präziser geworden und gehört zu den elegantesten Weinen von Châteauneuf heute. Die Nase steckt voller roter und schwarzer Frucht geflämmtem Thymian, Veilchen, Blaubeeren, zerdrückter Erdbeere mit Minze. Sehr feines, geschliffenes Tannin und eine lebhafte Säurefrische, die das Ganze in die Länge zieht. Eine große Delikatesse mit viel Eleganz.