Dieser Pinot wächst auf gelbem Schiefer mit einem hohen Lehmanteil. Er ist von daher von Haus aus etwas voluminöser. Spontane Angärung, offene Maischegärung im Holz, danach Ausbau in gebrauchten Tonneaux, sowie 600 und 800 Liter Holzfässer für 20 Monate. Der Wein hat, obwohl es komplett deutsche Klone sind, eine burgundische Nase. Er hat sehr viel Cassis. Wir sind gleichzeitig etwas feiner in der Struktur, auch weil die Trauben komplett entrappt wurden. Das bringt ganz feines, zartes Tannin. Glockenklare Nase, sehr tief in der schwarzbeerigen Frucht, etwas weniger kirschig als sonst, eher beerig-saftig ausgelegt. Wahnsinniger Säurezug im Mund, sehr strammer Antritt, im Mund dann die totale Sauerkirsche. Wow, so viel Spannung haben wir in Rüdesheim lange nicht mehr gehabt! Das ist ein ausgesprochen gelungener Basis-Spätburgunder auf sehr hohem Niveau.