Die Reben sind knappe 50 Jahre alt und stehen in der Laurenzikapelle auf purem Kalkstein. Ausgedehnte Maischestandzeit, dann im Edelstahl spontan vergoren und ausgebaut. Entsprechend haben wir hier schon eine sehr interessante Scheurebe im Glas, die mir unglaublich viel Spaß bereitet. Die Nase ist eher im mineralischen Spektrum angesiedelt und hat wenig zu tun mit den Aromabomben aus dieser Rebsorte, da sind wir weit darüber hinaus mit dieser Scheurebe. Sie hat richtig kalkigen Grip, eine schön pikante pinke Grapefruit, weißer Pfeffer, ein Touch Litschi. Die 2024er Scheurebe ist jung sehr offen und zugänglich. Ganz klassische, saftige Scheu-Aromatik, kühl und fein. Nichts Überbordendes oder Süßes, sondern guter Kalkstein-Zug. Dieser Stoff trinkt sich fast von alleine. Das ist ja nicht nur ein Stück rheinhessische Regionalidentität, sondern auch einfach ein großer Spaß im Glas.