1920 gepflanzter, 0,3 Hektar großer wurzelechter Weinberg, Nordostexposition, Sand- und Lehmböden. 60% Tempranillo, 25% Grenache, Rest weiß und autochthon. In 2 neuen französischen Holz-Tonneaus spontan vergoren. Komplett per Hand entrapptes Lesegut. Danach ein Drittel reife Rappen zugegeben, dieser Weg der selektiven Rappen ist der »state of the art«. Der spontan fermentierte Wein wurde danach im neuen Holz-Tonneau 16 Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Dramatisch intensive, balsamische Nase, Goudron, Teer, eingekochte Schwarzkirsche, schwarze Erde, Veilchen, Lakritze. Süßer Druck von schwarzen Beeren. Unendlich tief und würzig, dabei fast holzfrei. Der Mund verblüfft dann total, unendlich fein aber schwarz, würziger Morey-Saint-Denis mit Lakritze, Minze und rappiger Krautwürze. Cassis und Johannisbeeren, aber ein so überaus tänzelnder Mund. Viel zu schade als Essensbegleiter, einfach verträumter, schwarzfruchtig steinig-salziger Genuss mit unendlicher Pikanz. Etwas gekühlt getrunken ein ganz großes feines Unikat. Wow! Die Jungs dürfen sich schon Freunde im Geiste von Dominio del Aguila nennen. Irre!