Der 2021er Hohen-Sülzen Riesling kam in der Treasure Collection-Edition im Frühjahr 2026 aus der Reifekammer des Weingutes. Im Hohen-Sülzen gibt es schon einen sehr hohen Anteil an wurzelechten Reben aus eigener Selection Massale von HO Spanier, das ist die Heimatgemeinde des Weingutes und Spaniers stecken hier viel Herzblut rein. Der Boden ist hier geprägt von massiven Kalksteinbänken mit einer dünnen Lössauflage. 2021 war ein Jahrgang der kühlen Präzision, das den kalkigen Charakter der Gemeinde fast schmerzhaft schön herausarbeitet. Wie bei allen Spitzenweinen von Battenfeld Spanier wird auch hier streng biodynamisch gearbeitet. Handlese, Ganztraubenpressung und die spontane Vergärung im großen, gebrauchten Stückfass sind gesetzt. Der Wein verbleibt lange auf der Vollhefe, um dem kargen Charakter des Kalkstein-Rieslings ein bisschen Schmelz und Struktur zu verleihen. Der 2021er zeigt sich in der Nase unmittelbar puristisch und kühl. Keine vordergründige Frucht, stattdessen rauchiger Feuerstein, nasser Kalk, etwas Zitronenabrieb und kühler Kräutertee. Am Gaumen schlägt die 2021er Säurepeitsche zu, aber sie ist perfekt eingebunden in die enorme mineralische Dichte. Die typische gelbe Frucht von Hohen-Sülzen mit Quitte und schlankem Apfel blitzt nur ganz dezent im Hintergrund auf. Im Vordergrund steht die Vibration. Die 2021er sind Langstreckenläufer, die viel Zeit brauchen. Bei kaum einem Jahrgang zuletzt hat die Reifekammer so viel Sinn ergeben wie bei diesen schlanken Rieslingen aus 2021.