Die Lese startete Mitte September, also rund zwei Wochen später als im Vorjahr 2023. Was für den kühlen Jahrgang immer noch recht früh ist, Agnès sucht immer die frühe Lese, will die Frische im Wein halten. Das ist ihr Stil, frisch und zart, ohne Wucht. In 2024 hat Paquet leider rund 70 Prozent der Ernte verloren aufgrund des Mehltaus und ein bisschen Frost an manchen Stellen. Es ist also eine sehr überschaubare Kollektion in diesem Jahr. Fans von kühleren Jahren wie 2014 kommen damit aber voll auf ihre Kosten! Die Reben stammen aus einer nur 2,8 Hektar große Parzelle, in der die Bodenarbeit komplett biologisch und ohne Einsatz von chemischen Herbiziden oder Pestiziden. Eine selektive Handlese von 85 jährigen Reben. Im überwiegend gebrauchten Barriques von 228 Litern vergoren und für ein Jahr ausgebaut. Keinerlei Batonnage, keine Schönung, keine Abstiche. Alle Weine bleiben nach der Gärung völlig unberührt bis zur Füllvorbereitung. Der Chardonnay wird auch unfiltriert abgefüllt. Sehr feine Mineralität durchzieht die Nase, Kreidestaub, Muschelschalen und Salz, fein und zart wie die Winzerin selbst, und dabei extrem puristisch. Glockenklar und präzise, ein purer Ausdruck der höheren Lagen über Meursault. Der Wein zeigt feine Bitterstoffe, denen aber eine und eine tolle Länge nachgeht. In der Nase etwas Popcorn und Salzkaramell, dann weißer Pfirsich, Kamille und ein kleiner Hauch Buttermilch. Hier kommt schon etwas mehr Druck und Kraft als beim abgehoben feinen Hautes-Côtes Blanc. Seidig im Antrunk, dann mit Salzigkeit, leicht grünlich-spannungsgeladen in der Frucht, sehr kühl, kräuterig. Feingliedrige Zitrone, sanft und cremig, pur und ganz klar definiert, leichte Hefeunterlegung. Das Holz ist ganz leicht spürbar, aber bleibt ebenfalls sehr schlank und puristisch, schafft aber den cremigen Rahmen. Für Burgund-Puristen ist Auxey einfach DER Place to be, eine Appellation für Insider, die so famose Weine hervorbringt.