Es gab 2025 keinen Frost und keinen Hagel bei Luckerts, was schon mal ein großer Gewinn ist für das zuletzt oft frostgebeutelte Weingut. Der Sommer war warm und nicht zu trocken, sodass es bei Luckerts ein nicht allzu früher Lesestart war in der zweiten Septemberwoche. Dieser Sauvignon Blanc aus besten Sulzfelder Muschelkalk-Lagen. Alles strikt biologisch bearbeitet, Naturland- und Bio-zertifiziert. Dieser Sauvignon kommt als erfrischender Leisetreter daher. Ausbau im traditionellen Doppelstückfass aus heimischer Spessart-Eiche. Luckerts arbeiten hier mit konsequenter Entblätterung im Weinberg, dass die Trauben viel Sonne bekommen und keine zu »grüne« Sauvignon-Aromatik entsteht. In 2025 ist es für Luckerts Verhältnisse etwas expressiver und aromatischer als 2024, wir gehen in eine schöne gelbe Frucht mit zart Papaya, Litschi, Stachelbeere, weißer Pfeffer, Zitronentee. Das ist quasi der Einstieg bei Luckerts, weil es keinen Gutswein unter dem Ortswein gibt. Die Qualität, die hier im Glas ist, ist aber absolut überragend. Das ist immer erste Liga bei den Ortsweinen und boxt fast schon eine Klasse höher. So elegant, so geschliffen, in 2025,knochentrocken ohne Schnörkel, und durch den cremigen Stil der Luckerts macht das einfach Spaß zu trinken. Wie immer leicht cremig und überhaupt nicht bissig, das passt wunderbar zusammen. So, dass man hiervon auch mal mehr als ein Glas trinken kann ohne vom Sauvignon-Aroma erschlagen oder angestrengt zu werden. Understatement-Sauvignon im Luckert-Style, der ein Essen wie ein gutes Gespräch dezent begleitet.