Einfach mitreißender Stoff in diesem Jahr, das schon an eine moderne Version von 2008 oder 2004 erinnert. Ich glaube, das wird großartig reifen. Hohe Extraktwerte und sehr hohe Weinsäureanteile. Hier wird sehr traditionell mit langem Hefelager und Spontangärung im Moselfuder gearbeitet. Das sorgt für eine Balance, Rundheit und Harmonie, wie sie an der Mosel nur selten zu finden ist. Die Reben sind 70 bis 90 Jahre alt und stehen im Kernbereich, dem absoluten Filetstück der Sonnenuhr. Allerbestes Terroir. Die Spätlesen haben in 2024 einen Zug und eine Filigranität wie die Kabinette, echt irre. So verspielt, saftig und tänzelnd, mit feinem Schiefersalz zum weißen Pfirsich, Reineclaude, süße Pfefferminze. So transparent und rassig, wie es nur geht. 2024 ist ein atemberaubendes Jahr für die restsüße Mosel, genau wie 2021, aber 2024 hat noch etwas mehr verspielten Charme und ist nicht ganz so scharf, auch wenn es in dieselbe Kerbe schlägt.