Eine sehr besondere Lage, die ich auch vor kurzem erst besser kennenlernen durfte, dabei sitzt sie am gegenüberliegenden Moselufer des Grand Cru Gürtels der Brauneberger Juffer und Juffer-Sonnenuhr, auf der Mülheimer Seite. Dass sie weniger bekannt ist, liegt nur daran, dass sie nur wenige Hektar groß und ein Quasi-Monopol der Familie Richter ist. Die Nase ist hier etwas anders und der Wein fällt insgesamt ein bisschen aus der Reihe der klassischen Mittelmosel, denn die Südlage hat einen deutlich quartzhaltigen Boden und nur wenig Grauschiefer. Einfach mitreißender Stoff in diesem Jahr, das schon an eine moderne Version von 2008 oder 2004 erinnert. Ich glaube, das wird großartig reifen. Der Wein ist ultrakristallin, duftet nach kühlem Stein, quarzitig, spritzig, Zitronenabrieb, saftige Apfelfrucht, grün und gelb. Das ist ein so hochnobler Kabinett-Ausdruck, ganz fein und doch mit so viel Punch aus dem Extrakt. 2024 ist ganz großes Kino im Kabinett-Bereich.