Der Pinot Blanc Alte Reben stammt aus Markus Hubers ältestem Weißburgunder-Bestand in Nussdorf im Traisental. Eine ostseitig exponierte Hanglage auf kargem Kalkkonglomerat, dazu eisenreiches Gestein im Untergrund. Genau diese Kombination gibt dem Wein seinen besonderen Schliff: nicht nur gelbe Frucht und Cremigkeit, sondern eben auch salzige Spannung, steinige Pikanz und diese klare Traisental-Frische. Nach acht Stunden Maischestandzeit wird der Wein im großen Holzfass vergoren und anschließend sechs Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Das gibt Textur und Ruhe, ohne den Wein schwer zu machen. Die Nase ist wunderbar einladend und fein geschliffen. Reife Birne, gelber Apfel, warme Mandarine und etwas Grapefruit, dazu Sternfrucht, weiße Blüten und ein Hauch frische Mandel. Darunter liegen nasser Stein, Kreide und eine zarte, leicht salzige Kalkspur. Das ist fruchtbetont, aber nicht banal. Saftig, hell, charmant und zugleich mit genügend mineralischer Spannung, um sofort Anspruch zu zeigen. Am Gaumen kommt der Wein cremig und saftig, aber mit sehr sauberem Zug. Birne, gelber Apfel, Mandarine und ein Hauch weißer Pfirsich laufen über eine feine, pikante Säure. Die alten Reben geben Substanz, der Ausbau im großen Holz bringt eine dezente Fleischigkeit und diesen schönen Schmelz in der Mitte. Aber der Kalk zieht alles wieder gerade: salzig, frisch, leicht kreidig und wunderbar balanciert. Ein Weißburgunder mit Finesse und Trinkfluss, durchaus kräftig, aber nie breit. Sehr sauber, sehr ausgewogen, mit feinem Schliff und einem glasklaren, leicht salzigen Finish. Wirklich ein richtig feiner Pinot Blanc.