Zur Petershöhle haben die Seckinger Brüder eine ganz besondere, persönliche Verbindung. Jahrelang waren die hochgelegenen Terrassen dieser Lage komplett in Vergessenheit geraten, bis sich ihr Vater vor über 30 Jahren dazu entschloss, die obere Petershöhle aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und zu rekultivieren. Dornröschenschlaf im wahrsten Sinne, denn hier war eigentlich alles verwildert, viel dorniges Gestrüpp in unbefahrbarem Terrain mitten im Wald. Reine Handarbeit. Dementsprechend ist hier viel Schweiß und auch der ein oder andere Tropfen Blut geflossen. Jahrzehntelanger Aufwand, der sich gelohnt hat, denn das Terroir ist hier sehr besonders: Sehr karger, eisenhaltiger, roter Buntsandstein und ein besonders kühles, vom Wald geprägtes Mikroklima. Zum ersten mal seit 2016 als Ganztraube gepresst. Anschließend spontan im gebrauchten Tonneau vergoren und ausgebaut. Was für ein Ereignis das schon in der Nase ist! Wunderbar fein und duftig in der Nase mit leichten Zitrus- und Pfirsichnoten. Dann kommen florale Akzente durch. Diese hohe Spannung mit ultraklare Mineralität. Eine nur ganz hintergründige Reduktion, Eisen, rote Erde, Apfel und Quitte. Am Gaumen dann mit ordentlich Schub. Weiße Johannisbeere, Blutorange, auch Apfel. Saftige Konzentration, toller Extrakt. Vibrierender, lebhafter Säurekern mit herber Bitterkeit und feiner Phenolik. Lang und druckvoll mit unfassbarer Präzision, guter Gerbstoffgrip, dabei aber auch delikat und durchaus saftig in der dezenten Frucht. Ein geniales, pfälzer Unikat von diesem spannenden Terroir.