Dieser Gutswein ist quasi eine Art Zweitwein vom Kalk & Stein aus den jüngeren Chardonnay und Weißburgunder-Anlagen. Hauptsächlich aus größeren 500 Liter Fässern. Dazu auch ein paar Barriques, die nicht in den Kalk & Stein gingen. Mit 40% ist hier der Weißburgunder-Anteil zudem etwas höher. Wir haben hier auch deutlich weniger Reduktion und Holz in der Nase im direkten Vergleich zum Kalk & Stein. Feiner Hefetouch, auch leichte Feuersteinuntermalung, nasser Stein. Reife Zitrusfrucht neben frischem Pfirsich, Zitronengras und feiner Kräuterwürze. Am Gaumen mit schöner Struktur, feinem Spiel aus Mandel und reifer Zitrone, weißfleischigem Pfirisich, aber mit dem nötigen Säurekick untermauert. Der Weißburgunder dominiert hier vielleicht etwas mit seiner Frucht, aber das ist immer noch ein überaus geradliniger, zupackender Gutswein im typischen Rings-Stil. Klingt mit schöner Länge und kalkigem Gerbstoff-Grip aus. Ja, stilistisch ist das schon so etwas wie der kleine Bruder vom Kalk & Stein mit einem Hauch weniger Komplexität vielleicht, aber wie ich finde eine perfekte Ergänzung auf Gutswein-Level.