Gerstl über:
Riesling Ungeheuer Großes Gewächs
-- Gerstl: Mineralische und florale Komponenten schwingen im Einklang, dazu dieser verblüffende Duft von Grüntee, den ich schon beim Kieselberg bemerkt habe und der mir bisher in den von Winningschen Weinen gar nie aufgefallen ist. Ist das wohl auch ein Phänomen dieses Überjahrgangs? Da ist Tiefgang ohne Ende, der Wein ist beinahe opulent süss, aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann wird das von der sagenhaften Säure wegschwemmt und in die Länge gezogen, das ist unglaublich raffiniert, weil der Wein gleichzeitig ein knochentrockenes Finale präsentiert. Ich bin jetzt seit fast 2 Stunden dabei, diese sagenhafte 2016er von Winning-Palette regelrecht in mich aufzusaugen, jeder Wein ist völlig anders, jeder eine einzigartige Persönlichkeit, und ich freue mich, dass noch 3 weitere zur Verkostung bereit stehen. 20/20