Im Deidesheimer Ortswein sind auch Teile von der Mäushöhle und auch aus dem Kieselberg. Der größte Teil aber kommt aus der ersten Lage Herrgottsacker. Biodynamisch wie inzwischen alles hier. Spontanvergoren. Die Weine bleiben bis Mitte April auf der Vollhefe im Holzfass und sie gehen dann einmal zur Klärung in Stahl und werden dann im Frühsommer gefüllt. Neben der ganz zarten Sponti-Nase hat der Wein unglaublich Zug und Druck in der Nase. Und hat trotzdem so reiche, gelbe Frucht. Diese reiche, weiche, hocharomatische gelbe Frucht. Das ist jetzt mit 2024 nochmal raffinierter und springt einen förmlich an aus dem Glas! Die 24er bei Buhl sind einfach so wunderbar charmant und fruchtig, zeigen aber doch auch die typische mineralische Spannung. Steinige Mineralität mit nur einem ganz kleinen Hauch von Kräutern und Tee dabei. Ein bisschen Honigmelone, viel Birne und Apfel. Auch der Mund kommt genauso rüber wie die Nase anfing. Immense gelbe, reife Frucht, und trotzdem eine feine Salzspur dabei. Schöne Länge und eine grandiose Struktur von der filigranen Säure. Ich bin wie eigentlich in jedem Jahr beeindruckt, denn dieser Deidesheimer Riesling ist quasi immer eine sichere Bank. Top-Lagen, Top-Material von teils 25 bis 30 Jahre alten Reben. Man bekommt hier im ganz kleinen Preisbereich wirklich geniale Terroirweine! So lang, so intensiv und so ultrafein mit so viel Schmelz aus reifer Zitrusfrucht, grünem Apfel und zarten Nuancen von Blütenhonig. Komplett durchgegoren und doch sich lang ziehend mit dieser langen Salzspur und grandiosen Frische am Ende. Wir sind hier schon etwas fruchtstärker und lauter, wir sind etwas intensiver und pikanter, mehr in der Säure, und damit fordert der Wein auch etwas mehr Aufmerksamkeit als der Gutswein. Ein sehr guter Ortswein und einfach ein großartiger Deal in diesem Preisbereich.