Rebholz, Ökonomierat: Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler 2025

Rebholz, Ökonomierat: Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler 2025

BIO

Zum Winzer

Riesling 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2041
mineralisch
frische Säure
Lobenberg: 95–96/100
Stuart Pigott: 94/100
Jancis Robinson: 17,5+/20
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler 2025

95–96
/100

2025 ist vielleicht der druckvollste und kompletteste »kleine Kastanienbusch«, den Rebholz bislang erzeugt hat. Wow! Ein echter Premier Cru im besten Sinne. Die DNA des Kastanienbusch ist hier sofort spürbar: diese wilde Kräutrigkeit, die salzige Spannung, dieser unglaubliche Grip, aber eben zugänglicher, offener und früher antrinkbar. Eigentlich ein Zweitwein, qualitativ aber längst weit über dem klassischen Ortswein-Niveau. Der Wein stammt aus Birkweiler und wächst auf eisenhaltigem Rotliegenden vulkanischen Ursprungs. Diese Böden haben mit dem sonst so typischen Buntsandstein der Region kaum etwas gemein und bringen bei Rebholz Jahr für Jahr die vielleicht spannendsten, energetischsten Rieslinge hervor. Der Rotliegende besitzt fast immer die markanteste Säureader und gleichzeitig diesen rauchigen, kargen Zug. 2025 verbindet das nun mit erstaunlich viel Reife und innerer Dichte. Genau daraus entsteht diese enorme Spannung.,Die Nase wirkt tief, rauchig und enorm mineralisch. Zerstoßener Stein, Wildkräuter und etwas Haselnuss, dazu Weinbergspfirsich, weiße Grapefruit und kandierte Zitronenschale. Alles wirkt vollreif, aber überhaupt nicht schwer oder satt. Eher wie konzentrierte Energie. Darüber liegt feiner weißer Pfeffer und diese leicht eisenhaltige Würze, die dem Wein permanent Zug gibt. Der Rotliegende zeigt 2025 unglaublich viel Ausdruck und Tiefe, bleibt dabei aber komplett präzise und fokussiert. Am Gaumen dann sofort dieser enorme Druck. Der Wein zieht mit salziger Intensität und vibrierender Säure über die Zunge, dabei gleichzeitig reif, saftig und fast cremig im Kern. Weiße Pfirsichfrucht, reife Grapefruit, gelber Apfel und wieder diese herbwürzige Zitrusnote. Dazu ein unglaublicher Grip aus Mineralität und feinster Phenolik. Der Rotliegende besitzt mehr Ecken, mehr Spannung und mehr Tanninkick als der seidige, charmante Muschelkalk. Dafür wirkt er noch komplexer, noch energetischer und fast ein wenig unruhig in seiner wilden Art. Genau das macht ihn so faszinierend. Einer der stärksten Ortsweine Deutschlands und 2025 vielleicht näher denn je am großen Kastanienbusch. Stark!

Jahrgangsbericht

Der Ausnahme-Jahrgang 2025 gilt in Deutschland als eine der faszinierendsten und geschmacksstärksten Saisons der letzten Jahre – trotz des extremen Lese-Sprints bestechen die Weine mit monumentaler Fruchtkonzentration, viel Grip und beispiellosem Lagerpotenzial.

Verkostungsnotiz
94
/100

Stuart Pigott über: Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler

Intensely ripe grapefruit, apple and white peach on the well-rounded palate. Crushed stones and zesty texture add to a deeper and more structured Riesling expression.

17,5+
/20

Jancis Robinson über: Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler

Lemon sherbet and still-warm peach tart, then crushed stone, wild mint and a thread of white pepper. Yet the fruit is a mirage, shimmering, barely there, and ultimately fading the moment it is reached for. Saline intensity and a savoury, red-spice current run deep and long. More edges, more tension than the Muschelkalk; an iron-tinged sunset on the long finish.

Mein Winzer

Rebholz, Ökonomierat

Der Wahlspruch von Hansjörg Rebholz vom Weingut Ökonomierat Rebholz in Siebeldingen lautet: Keine Kompromisse! Dass er damit nicht schlecht fährt, zeigen zahlreichen Auszeichnungen und nicht zuletzt seine Weine, die mit zu den besten gehören, die man in der Pfalz bekommen kann.

Riesling vom Rotliegenden Ortswein Birkweiler 2025