Die Cepage ist in 2022 unverändert zu 2021, also 70 Prozent Mourvedre, 20 Prozent Grenache und 10 Prozent Syrah. Die Reben stehen auf den typischen Galets Roulés. Anders als die anderen Weine komplett entrappt, mit natürlicher Hefe in Zement vergoren. Malo und Ausbau vollständig in neuen kleinen Stockinger-Fässern. Stephane Usseglios Hommage an die Moderne. Aufgrund der hohen Säure ist das viele Holz in Nase und Mund gut kompensiert - Säure frisst bekanntlich Holz. Diese köstliche Stockinger-Kokosnuss ist in jedem Jahr klar vernehmbar in der Nase. Eine ungeheure Komplexität, mal zeigt sich mehr Frucht, die sogar bis hin zu Mango und Orangenschale reicht, aber auch sehr viel dunkle Waldbeere hat. Dann auch wieder sehr in die Kräuterigkeit changierend mit etwas Rosmarinzweig, Kerbel und süßer schwarzer Erde. Der Mund ist wahnsinnig konzentriert. Eine schwarze Wand rollt einmal durch, wuchtig, cremig, süß, würzig, fruchtig. Eine Orgie an Komplexität. Dieses kleine Monster steht für Minuten am Gaumen. Das ist Mourvèdre-Power in Reinform mit einem Touch der eleganten Frucht der Grenache und der Frische und Graphit-Mineralität des Syrah. Ein atemberaubender Wein, der aufgrund seiner gigantischen Struktur aber viel Zeit braucht. In 5 Jahren ein Hammer, in 10 noch besser. Dazu ein sehr großes Glas und nicht zu warm trinken!