Produttori del Barbaresco: Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2021

Produttori del Barbaresco Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2021

Weinclub

Limitiert

Holzkiste

9 Flaschen

Zum Winzer

Diese Sammlerbox enthält je eine Flasche der Barbaresco Riserva aus dem Jahr 2021Asili DOCG (14,0% vol.), Pora DOCG (14,0% vol.), Paje DOCG (14,5% vol.), Montestefano DOCG (14,5% vol.),Montefico DOCG (14,0% vol.), Rabaja DOCG (14,0% vol.), Ovello DOCG (14,0% vol.), Rio Sordo DOCG (14,0% vol.), Muncagota DOCG (14,5% vol.)

lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2021

95–100
/100

Lobenberg: Asili ist noch vor Rabaja und Montefico sicher DIE angesagteste und spannendste Lage überhaupt in Barbaresco. Sie liegt genau zwischen Pora und Rabaja. Hier haben wir eine offene Lage, kein Amphitheater, sondern das Gegenstück: die Lage wickelt sich sozusagen um den Hügel herum und es hängt davon ab, wo sich genau die jeweilige Parzelle befindet um etwas über ihre Exposition zu sagen. Die Produttori-Parzelle liegt genau in der Mitte der Cru Lage und ist daher dem Pajé Profil am ähnlichsten. In der 14 Hektar großen Lage gibt es acht verschiedene Produzenten. Für die Produttori hat die Lage historischen Wert denn sie begannen bereits 1967 sie mit fünf weiteren Lagen separat als Riserva abzufüllen. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt und im Stahltank vergoren. Im darauffolgenden Mai kommt der Wein dann ins Holz. Der Ausbau ist bei allen Cru Lagen gleich und erfolgt drei Jahre lang in großen, französischen Holzfässern, die kleinsten davon fassen 2.500 Liter, die größten 5.000 Liter. Einmal pro Jahr wird der Wein umgelagert und in ein frisch gereinigtes Fass gefüllt. Am Ende der drei Jahre ungeschönt abgefüllt. Der Wein kommt immer mit beinahe einem Jahr Flaschenreife auf den Markt. Das gehört zur Philosophie der Produttori, selbst der Langhe Nebbiolo genießt hier ein paar Monate Flaschenreife, bevor er released wird. Tiefes, leuchtendes Rubinrot. Was für eine wunderschöne, tief gehende Aromatik! Dunkle saftige Kirschen, Pflaumen und gemischte Waldbeeren. Sehr »weinig« mit tiefer Würze. Die zarte Rauchigkeit erinnert an warmes Kerzenwachs, mit schwebender Vanille, Zimt und braunem Pfeffer. Auch würzige Fleischbrühe taucht in diesem Sammelsurium auf. Der erste Schluck ist sooo schön! Die Saftigkeit dieses Asili im Mund ist absolut fantastisch! Sie umspült die vielen feinen Tannine mit ihrer kalkigen Textur und wirbelt sie umher. Im Nachhall hat in diesem jungen Stadium die Struktur des Weins noch das Sagen und zwingt die zart nuancierten Aromen ätherischer Kräuter in die Knie. Neben Kirschen kommt auch saftiger Pfirsich, weißer Pfeffer und etwas Chili auf die Zunge. Dieser Wein ist wirklich enorm einladend und phänomenal schick, aber er verdient dennoch ein paar Jahre im Keller, damit alle Aromen noch harmonischer integriert werden können. Ein momentan noch spürbar verhältnismäßig linearer Wein, der in wenigen Jahren noch so viel mehr bieten wird! Er steht im Line-up der großartigen Produttori del Barbaresco hervor. Dabei ist der Stoff ob seiner Feinheit und Saftigkeit so groß, der Asili ist bei Weitem nicht der konzentrierteste und druckvollste Wein, aber ganz klar einer der Schönsten! Achen werden«. Wie daldo Vacca, der CEO der Produttori del Barbaresco, vermutet, dass die 2021er für ein paar Jahre »dicht mas auch große Pinots aus großen Jahren hin und wieder tun, neigt auch die Nebbiolo manchmal zu so einer Reduktion. 2021 wird später zugänglich sein als der noch deutlich saftigere Jahrgang 2020. Ein herrliches Finesse-Teil! 98+/100 *** Pora: Die Lage Pora ist ein einzigartiger Cru in Barbaresco, sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Fluss Tanaro. Hier haben wir eine Mischung aus Sandböden und Kalkstein. Also Finesse und gute Reife in einem. Das Mikroklima in Flussnähe sorgt für sanftere Tannine und eine feinere Aromatik. Tief leuchtendes Rubinrot. Eine offenherzige und charmante Nase, die das Herz höher schlagen lässt! Mmmh! Herrlich duftender blonder Tabak, schwebende Kräuter, ein Hauch Vanille mit roten Trockenblumen auf dunkler Kirsche, Pflaumen und frischen Heidelbeeren. Ätherisch duftend und in besonders schöner harmonischer Balance mit vibrierend intensiver Kalkstein-Aromatik. Dieser Stoff hat einen Hauch Mystik! Im Mund umgarnt diese wunderbare frische und saftige Frucht die Zunge. Sauerkirsche, Cranberry und etwas Hagebutte. Die vielen Tannine sind fein und geschliffen, doch sind sie in diesem jungen Stadium noch muskulös und durchaus auch griffig, sie halten die große Menge an roter und blauer Frucht in ihren Schranken. Im Nachhall knistert die kalkreiche Mineralik nochmal im Mund. Weißer und brauner Pfeffer, gedrehte, würzige Tonerde. Im Vergleich zum saftigen Hedonismus-Jahrgang 2020 ist der Jahrgang 2021 muskulöser und dichter. Sehr schicker Stoff, der erstmal noch ein paar Jahre im Keller schlummern sollte. 95-96/100 *** Paje ist sicher durch Luca Roagna erst auf dem Schirm der Barbaresco-Liebhaber erschienen. Die immense Finesse kommt von dem reinen Kalkstein-Kalklehm-Terroir direkt oberhalb von Gajas berühmtem San Lorenzo. Die Lage wird durch einen 250 Meter hohen Hügel vom Tanaro Fluss getrennt. Sie ist ein warmes Amphitheater, direkt im Zentrum von Barbaresco. In warmen Jahrgängen ist es hier also noch wärmer, das trägt zum intensiven, beinahe süßen Fruchtprofil des Weins bei. Zusammen mit Montefico ist sie eine der kleinsten Lagen der Produttori. Nur zwei Traubenlieferanten liefern ihre Trauben bei der Kooperative ab. Insgesamt gibt es in der sieben Hektar großen Lage nur wenige Winzer, sie ist also eine der kleinsten Cru Lagen in Barbaresco. Mittleres, leuchtendes Rubinrot. Samtige, einladende und zugleich vibrierend rot-kirschige Nase. Beim Riechen ist der Wein im ersten Moment noch monumentaler und erhabener, dichter und intensiver als sonst. Der Jahrgang 2021 ist bei den Produttori nicht so offenherzig und direkt nach dem Einschenken unschlagbar hedonistisch wie der absolut herrlich umgarnende Jahrgang 2020, dafür haben die Weine 2021 mehr Definition und sind von dieser unglaublich erhabenen, noblen Eleganz gezeichnet. Der Wein schiebt ultra druckvoll aus dem Glas. Unter dem Strich kann man sicher sagen, dass der Jahrgang 2021 größer ist, es sind Weine mit dem Zeug dazu, viele Jahrzehnte im Keller ihrer Perfektion entgegenzureifen. Schwebende Kräuteraromen, duftender Herbstwald, rotes Leder und schwebende weiße Lakritz mit gebranntem Ton, auch etwas würzigem, rostigem Eisen. Cranberry mit roter Johannisbeere und Sauerkirschen. Millionen ganz feiner, sandiger Tannine kleiden die Seiten des Mundes selbstbewusst aus und hinterlassen würzigen weißen Pfeffer auf der Zunge. Ätherische Kräuter, etwas Salbei, Minze und auch Majoran. Zunächst druckvoll intensiv und schiebend, aber nach einer Stunde im Glas wandelt sich dieser Stoff hin zur Finesse, dabei ist es diese gnadenlos präzise Frische, die dem Wein sein langes Leben verleihen wird. Paje ist immer ein Wein, den man beim ersten Schluck oder sehr schnellen Verkosten unterschätzen könnte, aber er verbirgt definitiv großes, gar fantastisches Potenzial! Momentan ist dieser große Wein eben noch im Dornröschenschlaf! 97-98/100 *** Montestefano: Montestefano und Montefico sind sehr, sehr ähnlich in ihrer Exposition und Höhenlage. Die Lage Montefico wird aber von Montestefano vor Wind geschützt. Montestefano ist hingegen eher windig. Wir sind hier zudem auf der Seite Barbarescos, die Richtung Neive geht. Von hier kommen die strukturiertesten Weine mit der betontesten Säure. Die Ortsansässigen nennen die Lage daher auch »den Barolo aus Barbaresco«. Brillant leuchtendes Rubinrot. Erstaunlich dunkle, dichte Nase mit schwarzer Johannisbeere, dunkler Kirschen und Pflaumen. Sehr »weinige« und elegante Nase, erhaben – hier ist nichts nervös oder in schneller Bewegung, sondern dieser Montestefano ist trotz dieser genialen Opulenz zugleich kontrolliert und präzise. Ich rieche am Glas und spüre diese elegante, verhaltene Stille des Weins, die auch für mich die Zeit in diesem wunderbaren Genussmoment anzuhalten scheint. Teer, ätherische Kräuteraromen, kubanischer Tabak, etwas Minze, Himbeerstrauch, Vanille, weißer Pfeffer, frisch gedrehte, dunkle Erde und ein Hauch dunkler Schokolade. Ein meditativer Barbaresco! Im Mund klirrt die Spannung aus unendlich vielen, kleinen, sandig geschliffenen Tanninen mit der hohen, präzisen Säure und viel roter Frucht. Erfrischende und doch zart tänzelnde rote Johannisbeere, reife rote Kirschen, verführerisch saftige Himbeeren. Die Tannine legen sich über die Zähne und krallen sich fest. Dieser Wein duftet zwar wie ein zart schwebender und vielschichtiger Pinot, aber im Mund ist die Katze aus dem Sack: eine derart monumentale Struktur kann in dieser Art nur die Nebbiolo! Auch Barolo-Liebhaber werden diesen Wein aus dem übergroßen Jahrgang 2021 absolut feiern, denn er hat Power ohne Ende! 96-97/100 *** Montefico liegt an der Grenze zu Neive und ist sozusagen der südlichste Teil der Parzelle Ovello. Die Lage liegt auf 200 bis 250 Höhenmetern und zwischen ihr und dem Fluss Tanaro liegt ein hoher Berg. Das heißt, es gibt eine totale Abschottung gegen das Mikroklima des Tanaro und damit keine Einflüsse des kühlen, feuchten Flusses. Montefico ist eine sehr kleine Lage, sehr kompakt und komplett nach Süden exponiert. Sie besteht aus nur fünf Hektar Rebfläche, die Reben stehen auf weißem Lehm. Insgesamt liefern nur drei Erzeuger ihre Trauben an die Produttori ab. Der Montefico ist das Gegenstück zum Rio Sordo, der so extrem fein, leicht und filigran ist. Montefico ist aufgrund seiner Lage, der Böden und der Hitze das komplette Gegenteil. Das ist die Power schlechthin. Leuchtendes Rubinrot. Nach dem zuvor probierten, monumentalen Montestefano erscheint der Montefico im ersten Moment wie ein Leichtgewicht. Tiefe, dunkle Beeren-Nase mit Waldbeeren, reifen Schwarzkirschen, einem Hauch Marzipan, Hibiskus und Pflaumen. Bei jedem Reichen am Glas wird der Wein immer »weiniger«. Etwas blonder Tabak mit Herbstwald, gelben Blüten und einem Hauch Kamille. Eine herrlich schöne, herbstliche Nase mit all dieser wunderbar vielschichtigen Würze. Im Mund trifft dann beinahe überwältigend intensive, rote Kirsche mit den vielen geschliffenen Tanninen auf die Zunge. Der Wein ist saftig bis zum Abwinken! Knackige rote Johannisbeere mit roten Kirschen, einem zarten Hauch Vanille. 97-98/100 *** Rabaja: Vom Fluss starten wir mit Pora über Paje immer weiter den Hang hinauf zu Rabaja, die höchste Lage in Barbaresco auf fast 300 Höhenmetern, also nochmal 50 Meter über dem Pajé. Die Lage ist in perfekter Südexposition und einem sehr windigen Mikroklima. Die Böden sind hier komplett weiß von Ton und Kalkstein durchzogen. Hier haben wir generell wie auch im Montefico, Montestefano und Muncagota mehr Tannine für die Struktur. Tiefes leuchtendes Rubinrot mit konzentrierten, öligen Tränen am Glasrand. Was für eine herrliche Nase! Dicht, opulent, kompakt und doch zugleich so offenherzig. Die meisten 2021er der Produttori halten sich bei meiner Probe im Oktober 2025 erhaben zurück, aber nicht dieser Rabaja! Dunkelrote, reife, saftige Kirschen und rote Pflaumen sind mit zarten braunen Gewürzen und ätherischen Kräuternoten verwoben. Nobles Mahagoni- und Zedernholz, brauner Pfeffer und etwas wärmender Zimt und auch die erdigen Herbstwald Aromen mit goldenen Blättern gehen in die süße braune Gewürzrichtung. Darunter verbirgt sich Blut und tiefergehendes, rostiges Eisen. Diese einladende, verführerische Nase lädt zum, ersten Schluck ein! 2021 wird später zugänglich sein als der noch deutlich saftigere Jahrgang 2020. Die verlockend saftige Frucht spielt mit der wunderbaren Würze des Weins, der minutenlang im Nachhall auf der Zunge bleibt. Erstaunlich für einen Barbaresco, muskulös und ein komplettes Gegenstück zum Finesse-Teil Paje. Hier sind wir eher in Pommard, sowohl was die Aromatik angeht als auch die Struktur. Imposanter Stoff aus einem herrlichen Piemont-Jahrgang. Ein Meisterwerk! 98-99/100 *** Ovello: Ovello ist die größte Lage der Produttori. Wir haben hier zwei verschiedene Expositionen: Ost und West. Einige kühle Parzelle also und auch welche, die Wärme und reife Frucht beitragen. Ovello hat einen wichtigen historischen Wert für die Produttori del Barbaresco, denn von hier kamen die ersten Traubenproduzenten die ihre Trauben ablieferten und somit die Produttori gründeten, Die Kooperative hat hier 18 Trauben-Lieferanten und mehr als 35 Hektar Rebfläche. Von der Riserva werden aber maximal 16.000 Flaschen aus den besten Parzellen gemacht, also 20 Prozent der Lage. Der Rest geht in den Barbaresco Ortswein. Leuchtendes Rubinrot. Die »weinige«, herrlich duftende, elegante, reife rote und schwarze Kirschfrucht spielt mit noblen Aromen von Teer, Eisenkraut und einer beinahe graphit-artigen, dunklen und etwas staubigen Mineralität. Darüber schwebt der Orangenabrieb, der diesem mächtigen Wein seine verspielten Fingerabdruck verleiht. Im Mund hat dieser Ovello eine große Balance und viel von Allem: Tannin, Säure, Frucht. Diese Jahr schiebt er wie eine Dampfwalze voran, die Tannine legen sich über die Zunge um im nächsten Moment von der Frucht überdeckt zu werden. Im Nachhall kommt etwas Milchschokolade und rote Johannisbeere unter dem sonst eher dunkeln Aromatik hervor. Ein Wein von beeindruckender Tiefe und reichhaltige und zugleich monumentale Mineralität. Die griffigen aber sehr feinen Tannine schmelzen dahin 96-97/100 *** Die Lage Rio Sordo liegt im Süden des Barbaresco-Gebiets, südlich von Pora in Richtung Treiso. Es ist eine überwiegend sandige, nach Süden exponierte Lage, mit ein bisschen Lehm-Einsprengseln. Ein Tal, das direkt vom Fluss Tanaro hochläuft, hat großen Einfluss. Insgesamt ist Rio Sordo eher eine leichtere, verspieltere Lage innerhalb der Crus von Barbaresco. Nur zwei Winzer liefern die Trauben für diesen Wein bei den Produttori ab. Mittleres, leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist voll reifer roter Frucht, aber auch erfrischenden Noten wie eingelegten Schlehen, Sauerkirschen und Herzkirschen, alles ist mit zarter Erdigkeit gezeichnet. Die Aromatik des Rio Sordo erinnert mich immer wieder an einen Pinot Noir, so auch dieses Jahr. Er ist elegant, aber zugleich auch bestimmt. Schwebende braune Gewürze wie frisch geriebene Muskatnuss, Lorbeerblatt, auch etwas eingelegte Minze klinken sich in diese duftende Erdigkeit wunderbar ein. Im Mund schnellt der Rio Sordo dann wie ein Pfeil mit Spannung über die Zunge. Die vielen, feinen Tannine breiten sich kaleidoskopartig im Mund aus – als würden sie auf der roten Johannisbeerwelle bis in alle Ecken der Zunge gleiten. Die feine kalkige Textur des Weins hallt lange nach. Etwas erfrischende Orangenzeste, ätherische, dezent bittere Kräuter, konzentrierte Kirschen, reife Himbeeren und rote Waldbeeren im Schlepptau. Dieser Stoff ist genial, aber man muss Präzision in Form von guter Säure mögen – für mich sind diese Spannung und Frische in einem Wein vereint eine wahre Freude. 2021 ist nicht umsonst ein Jahrhundertjahrgang, die Weine sind durch ihre erhabene Größe gezeichnet und dabei definierter und nicht direkt bei meiner Probe im Oktober 2025 so offenherzig, wie es diese unschlagbar charmanten 2020er waren. 96+/100 *** Muncagota liegt auf der Spitze eines Hügels, von Barbaresco Richtung Neive gehend. Es ist die höchste Lage überhaupt in Barbaresco, an die 400 Meter, die Spitze ist sogar etwas höher als Rabaja. Komplett kühl und windig, nach Südosten exponiert. Die Böden bestehen aus weißem Lehm. Ein Extrem! Die Nase ist fast leicht, aber aromatisch und spielerisch, und die Lage bringt immer intensive Tannine und grüne Kräuter in den Weinen hervor. Tiefes, leuchtendes Rubinrot. Gelbe und rote Blüten, ätherische Kräuter, etwas grünes Curry Gewürz, süßlich duftendes Heu und blonder Tabak waben dieses Jahr zuallererst aus dem Glas. Vanille, mediterrane Olivenseife. Die Nase ist duftend, vielschichtig und lockend, ohne zu offensichtlich zu sein. Aus lauter Lust am Riechen geht man unweigerlich immer wieder zum Glas zurück und möchte diesen Muncagota tiefer ergründen. Unter seinen schwebenden Aromen kommen erst gelbe Noten wie Pfirsich und Nektarine, aber darunter liegt die erhabene Sauerkirschfrucht sowie auch getrocknete Cranberries und rote Pflaumen begraben. Im Mund ist hier mega Spannung angesagt! Dunkel brummende Blaubeeren, Cassis, aber auch rote Kirschen reiten auf der salzigen Mineralik und der tiefen weißen Pfeffer-Würze. Die Tannine sind fein und geschliffen – sie verschwinden in der opulenten Frucht beinahe. Die perfekt harmonierende Säure ist famos! 2021 ist dieser Muncagota schon erstaunlich zugänglich und dadurch in diesem Stadium vor manchen der anderen Lagen. Ich probiere diesen Wein nach dem völlig zu Recht gehypten Asili, doch dieser Muncagota sackt den Pokal ein! Er ist noch komplexer, noch zarter und doch zugleich immens ausdrucksstark. Ich bin von diesem Wein echt fasziniert und sogar beinahe baff! Produttori CEO Aldo Vacca erklärt, dass diese Lage zu Unrecht ein ziemlich unbekannter Cru ist. Da allein die Produttori del Barbaresco den Muncagota separat unter dem Namen der Lage abfüllen, schwebt sie eben unter dem Radar. Dieses Jahr empfehle ich diesen Wein als atemberaubenden Insider-Tipp als einen der Top-Performer der Produttori im großen Jahrgang 2021. 97/100

Mein Winzer

Produttori del Barbaresco

Produttori del Barbaresco ist keine gewöhnliche Winzergenossenschaft. Durch die kompromisslose Qualitätspolitik gehört sie zu den besten und nachgefragtesten Nebbiolo Spezialisten des Piemonts – alle Cru-Lagen sind streng zugeteilt. Die Genossenschaft wurde 1958 vom Pfarrer Don Fiorino Marengo...

Sammlerbox: Barbaresco Riserva 2021