Dieser Mosconi kommt aus Monforte und ist eine Nachbarlage des Ginestra. Es gibt nur ganz wenige Mosconi-Erzeuger, neben Pio Cesare hauptsächlich Conterno Fantino. Es ist eine Lage, die in den letzten Jahren auch dem Ginestra ein wenig den Rang abgelaufen hat aufgrund der noch größeren Frische und noch größerer Eleganz. Auch bei Conterno Fantino ist Mosconi die beste Lage. Der Ausbau erfolgt zum größten Teil im großen Holzfass aus französischer und slawonischer Eiche. Zehn Prozent reifen aber für ein Jahr in Barriques in Zweit- und Drittbelegung. Nach dem ersten Jahr zieht der Barrique-Wein ebenfalls um ins große Holzfass, wo er ein zweites Jahr ausgebaut wird. Die Lage wurde 2014 von Pio Cesare erstanden, sie war ein Geschenk, das er sich selbst zum 60. Geburtstag machte, 2015 war der erste Jahrgang. Die Reben hier sind sehr alt, sie wurden in den 1950ern gepflanzt. Ganz viel Schub und gleichzeitig eine verspielte Feinheit. Nur riechen reicht. Ein herrliches Bouquet! Reife, seidige Kirsche schon an der Nase. Saftige, dichte, florale Noten vibrieren voller Finesse, aber zu all der Eleganz kommt auch eine feine Erdigkeit. Etwas Hibiskus, ein Hauch Veilchen. Das Yang zum kräftigen Ornato Yin. Das hört sich nun vielleicht an, als sei der Mosconi schwächer, das ist er aber gar nicht, denn der zarte und duftige Wein ist zugleich so kräftig im Mund. Absolut großartig. Saftig rote Kirsche mit einem Hauch Marzipan und feinen runden Tanninen balanciert. Wow, so lecker kann Barolo sein, ich bin total beeindruckt, was Federica Boffa hier auf die Flasche bringt. Der Mosconi wird sicher schon in wenigen Jahren in sein Trinkfenster kommen, aber zugleich hat er die Balance und Struktur, graziös zu reifen. Nur 6600 Flaschen wurden gemacht. Best ever