Perrin / Beaucastel: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel 2024
- Roussanne 80%, Clairette Blanche 15%, Bourboulenc, Grenache blanc, Picardan
- weiß, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2028–2054
- Verpackt in: 6er OHK
- voll & rund
- niedrige Säure
- exotisch & aromatisch
- Lobenberg: 95–96/100
- Parker: 94/100
- Suckling: 95/100
- Decanter: 97/100
- Jeb Dunnuck: 95/100
- Galloni: 93/100
- Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
Perrin / Beaucastel, La Ferriere - Route de Jonguières, 84100 Orange, FRANKREICHZutaten:
Trauben Säureregulatoren: Weinsäure (E334) Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224), Ascorbinsäure (E300–E302 / E304) Stabilisatoren: Gummiarabicum (E414; E423) Gase und Packgase: Stickstoff (E941), Kohlendioxid (E290) Sonstige: Kaliumbicarbonat, Carboxymethylcellulose100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 79 kcal / 328 kJ Kohlenhydrate 0,9 g Zucker 0,2 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
Kauf ganzer 6er-Gebinde inkl. Holzkiste
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Heiner Lobenberg über:
Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel 2024
/100
Lobenberg: 2024 ist ein wirklich berauschendes Jahr für die Weißen an der Südrhône. In Rot kann es auch stark sein, da war es aber durchwachsener, in Weiß gefallen mir die allermeisten Weine super. Dieser Châteauneuf-du-Pape blanc besteht immer zu 80 Prozent aus Roussanne, der Rest ist Bourboulenc, Clairette, Picpoul, Picardan und ein kleines bisschen Grenache Blanc, also alle erlaubten weißen Rebsorten – ohne Unterspielarten. In diesen 80 Hektar auf Beaucastel gibt es einen Plot, in dem alle Weißweinreben zusammen stehen. Hier ist es ein klein bisschen sandiger als im Rest, um noch feinere Weine zu erzeugen. Alle Ganztrauben werden ca. 2-3 Stunden in der Presse belassen, bevor gepresst wird, um ein bisschen Skin-contact zu haben. Dann wird gepresst, und der ungefilterte Saft geht ins große Fuder, wo eine spontane Fermentation stattfindet. Danach Überführung in zu einem Teil neue Barriques und viele Zweit- und Drittbelegungen. Dieser 2024er bläst mich fast vom Stuhl. Feine Reduktion, etwas Hefe, Feuerstein. Hallo?! Sind wir noch in Châteauneuf?! Enormes Spannungsfeld, geradezu elektrisierend, nicht so üppig wie die Vorjahre. Nein, kein Honig und nichts, sondern brachialer Zug in Relation zur Reichhaltigkeit des Südens. In der Nase Zitronentarte, Meringue, Zitronenthymian, Orangenblüte, ganz hinten ein Touch Mandarine und sizilianische Blutorange. Das ist für Châteauneuf unglaublich fein und geradlinig. Läuft dermaßen geradeaus, dass man blind selbst die Nordrhône noch für zu warm halten könnte für diesen Wein.
Jahrgangsbericht
Wir springen in den letzten Jahren zwischen Jahrgängen der Moderne, wie 2020 und 2022, die heiß und extrem trocken sind, und solchen Jahren wie 2019, 2021 und 2024, die eher klassisch anmuten und vergleichbar kühl sind, wie es in den 1990er Jahren war. Der ganz große Unterschied ist, dass die besten Winzer heute ein Klima, vergleichbar mit vergangenen Jahrzehnten mit kühlen, regenreichen Sommern, später Lese und moderater Traubenreife, durch ihren genialen Weinbau viel besser ausbalancieren können. Aber das ist eben nur bei den Besten der Fall – da trennt sich die Spreu vom Weizen immer mehr. Viel Manpower, Laubarbeit, gestaffelte Lese, Schnelligkeit und rigoroses Sortieren machen dann den Unterschied zwischen Weltklasse und mittlerer Katastrophe – das gilt vor allem für die Südrhône. Für uns als Händler heißt das noch kompromissloser Einkaufen und sich weiterhin nur auf die handwerklich besten Winzer und großen Lagen zu fokussieren… Gerade die späte Lese und die daraus resultierende lange Hangzeit am Stock brachten aus diesem etwas kühleren, feuchteren Sommer bestenfalls ein so gigantisches Aromenfeuerwerk hervor, dass ich manchmal aus dem Staunen nicht herauskam. So eine aromatische Wucht! Solch einen dramatischen Druck und einen Reichtum an feinsten Facetten habe ich absolut nicht erwartet. Aber die ersten Primeurs 2024 bei den Großmeistern der Rhône wie Tardieu, Chapoutier, Ferraton, Clos des Papes und Co haben mich vielfach umgehauen! *** Südrhône – durchwachsen, aber spannend: 2024 war an der Südrhône geprägt von extrem hoher Feuchtigkeit im Winter wie im Frühling und auch der Sommer war eher durchwachsen. Extrem viel Mehltau-Befall bei Grenache und noch mehr bei Mourvèdre war die Folge. Dementsprechend gab es extrem kleine Ernten, weniger als 50 Prozent eines Normaljahres. Nur die sehr alten Reben bei gleichzeitig sehr späten Lesezeitpunkten brachten hervorragende Ergebnisse. Das setzte perfektes Terroir voraus. Trennte sich schon 2023 die Spreu vom Weizen, so gibt es 2024 im Süden vielleicht weniger als 10 Prozent echte Top-Erzeuger; 90 Prozent scheinen qualitativ eher mittelmäßig geraten zu sein. Die Rotweine der Region um Châteauneuf fallen eher hellfarbig aus, deutlich von der Grenache geprägt: beschwingt, duftig und fein. Weniger Power, sondern aromatisch-tänzelnde und alkoholärmere Weine mit zum Teil grandioser Aromatik. Die Allerbesten können eine Reminiszenz an große Weine aus dem Jahr 1978 sein. Wirklich grandios, satt in der Farbe, dennoch alkoholarm, fein, blumig verspielt und aromenstark sind aber eher die besten Weine aus Gigondas vor Rasteau und Vacqueyras mit grandios ausfallenden Syrah-Anteilen, die das kühlere 2024 mehr mochte. Auch die Villages Séguret und Vinsobres sind stark im Kommen! *** Nordrhône 2024 – Syrah-Weltklasse wie 2010: Maxime Chapoutier, Sohn der Rhône-Legende Michel Chapoutier, vergleicht den Jahrgang 2024 an der Nordrhône am ehesten mit 2010 – diesem kühlen, hochmineralischen, brachial fokussiert geradeaus laufenden und in der Jugend etwas unnahbar-steinigen Charakter. Und wer heute das Glück hat, die bestbewerteten 2010er Rhône-Weine im Glas zu haben, bekommt einen Vorgeschmack, wie überragend sich die 2024er in bester Trinkreife dann präsentieren können. Einige der besten 2024er brauchen sicher etwas mehr Zeit, sind in der Jugend nicht so opulent-charmant wie 2023 oder 2022, sondern von vornherein feiner, seidiger, rassiger und energetischer ausgelegt. Sie sind unglaublich fein und elegant, dennoch wahnsinnig dicht verwoben, mit engmaschigen, seidig-üppigen Tanninen. 2024 ist wirklich ein so schickes Jahr wie eine reifere Turbovariante des kühlen 2021 mit einem Touch der großen 2019er drin. Die Weine zeigen eine überraschend hohe Farbdichte, mit viel Violett. Schon daran sieht man, dass es trotz Kühle und moderatem Alkohol alles andere als ein dünner Jahrgang ist. Viele pfeffrige Noten, samtig-dichte und wollüstige Tannine. Üppige, beeindruckende Rotweine ohne viel Fett, aber dennoch tief, reif und fein, dabei bei sehr moderatem Alkohol eine gewaltige innere Dichte. Moderner Weinbau trifft das Klima der 1990er Jahre – großes Kino. *** Für die Weißen deutet sich gar ein durch die Bank grandioses Jahr an – deutlich feiner und rassiger als das mediterrane 2022, eher wie 2021 mit 2019, also ziemlich Best of the Best. 2024 kann im Weißwein-Bereich sicher unter den größten Jahren rangieren, da sind sich die meisten Winzer jetzt schon einig.
/100
Parker über: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel
-- Parker: Wafting from the glass with a fresh, perfumed bouquet of spices, white flowers, pear, peach and angelica, the 2024 Chateauneuf du Pape Blanc possesses a medium- to full-bodied, dense and sappy palate framed by a gastronomic bitterness, concluding with a long, saline and lively finish. More tensile than in the past, this is a strikingly pure white wine.
/100
Suckling über: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel
-- Suckling: A fresh, balanced and velvety white with lemons, white peaches, warm herbs and mild spices on the nose. It's medium- to full-bodied with an oily texture to the flavorful mid-palate. Baked lemons meet a lift of verbena and spices. Plenty of weight here, with a delicious, caressing texture to the peachy finish. Drink or hold.
/100
Decanter über: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel
-- Decanter: So beautifully generous on the palate, so rich but so fresh, with great salinity – really mouthwatering. That's what makes this vintage so special: generosity and freshness plus acidity and salinity makes for great vibrancy and impact. Hugely impressive.
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Jeb Dunnuck über: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel
-- Jeb Dunnuck: Based largely on Roussanne with smaller amounts of Grenache Blanc, Clairette, and Bourboulenc, the 2024 Châteauneuf Du Pape Blanc shows vibrant white peach, honeyed melon, flowers, spice, and crushed stone. It's medium to full-bodied, with a fresh, focused mouthfeel, notable purity, integrated acidity, and a great finish. This beauty will drink nicely over the coming 30 years if well stored. Drink 2025-2054.
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Galloni über: Chateauneuf du Pape Blanc Chateau de Beaucastel
-- Galloni: Mixing 80% Roussanne with Bourboulenc, Picardan and Clairette, the medium- to full-bodied 2024 Châteauneuf-du-Pape Blanc shines with remarkable complexity as fresh honeysuckle, herbal tea and a slice of pear come forward. Gentle cedar adds more nuance. Sapid and concentrated, the 2024 carries a neat drive of acidity all the way through to the subtle finish of mineral and wet stone.
Famille Perrin
Beaucastel ist ganz sicher seit Jahrzehnten der Primus inter Pares in der südlichen Rhone und einer der wenigen Betriebe, der für den roten Chateauneuf noch alle 13 zugelassenen Traubensorten verwendet.