Das Himmelreich ist das neue große Gewächs aus der erweiterten Domäne von Odinstal – und es liegt buchstäblich direkt vor der Haustür, oberhalb der alten Mauer. Die Reben wurden in den 1970er und 80er Jahren gepflanzt, wurzeln in 20 Millionen Jahre alten Tertiärböden mit einem enormen Aktivkalk-Anteil von 30–40 %. Ein Terroir, das bereits beim Tertiär-Riesling Debüt seine Klasse angedeutet hat, hier aber in konzentrierter Form zur vollen Größe kommt. Wie beim Tertiär erfolgt der Ausbau komplett im Holz, rund 10 % als Maischegärung mit zarter Phenolik, der Rest direkt gepresst. Aber alles wirkt hier klarer, fokussierter, strukturierter – einfach auf einem höheren Level. In der Nase eine feine, kühle Kalkwürze, leicht rauchig unterlegt. Reife Zitrone, Limettenschale, weißer Pfirsich, ein Hauch Grapefruit, dazu kräuterige Frische von Melisse und Zitronenthymian. Subtil, aber hochpräzise und von unglaublicher Eleganz getragen.,Am Gaumen straff, tief und glasklar. Salzig-mineralisch, vibrierend, dabei mit einer fast aristokratischen Ruhe. Zitrusfrische in allen Facetten, helle Steinfrucht, feine Kräuter, ein Hauch Quitte. Die Maischegärung bringt eine feingliedrige Gerbstoffstruktur ins Spiel, die den Wein formt, ihm Länge und Zug gibt, ohne je grob zu wirken. Alles wirkt wie gemeißelt, dabei herrlich elegant und schwebend. Der Himmelreich 2024 ist damit nochmal komplexer, feiner und tiefgründiger als der Tertiär – er zeigt, welches Potenzial diese neuen Tertiärböden in Herxheim bergen. Ein Riesling mit Klarheit, Salzigkeit und einer subtilen Kraft, der das GG-Format mühelos bestätigt. Sehr stark, ein echtes Statement im neuen Portfolio von Odinstal.