Der Nobles Origines macht seinem Namen alle Ehre. Er kommt 2024 aus Lirac, Cairanne, Vacqueyras und zu einem Viertel aus Crozes-Hermitage. Der 2024er hat eine duftige, sehr geradlinig Nase. Gelbe Melone, weiße Birne und weißer Kalkstein. Feine Mineralität, das ist tänzelnd! Im Mund dann erstaunlich zupackend und viel Druck zeigend. Gesteinsmehl, Orangenzesten, Aprikosenkerne, dazu etwas Bitterorange. Leichter Tannindruck von der Standzeit auf den Schalen. Erstaunliche Power: Geradlinig, druckvoll und wuchtig. Das Ganze bei fantastischer Frische mit salzig-mineralischem Nachhall. Leichte Honigspur über der Bitterorange und dem Gesteinsmehl. Sehr schicker-aromatischer Powerwein mir großer Länge. Erstaunlich! Ja, die Analogie zu 2021 kann man voll verstehen. Dieser Nobles Origines ist fast ein großer Wein. ,Wie so oft profitieren die Weißweine in schwierigen Wetterverhältnissen noch mehr als die Rotweine. Eine geringe Ernte aus gesundem Lesegut führte 2024 generell zu sehr aromatischen, aber auch sehr geradlinigen Weißweinen mit toller Frische, guter Reife und großer Harmonie. Die Aromatik ist nicht so dramatisch überwältigend wie 2023. Die 2024er Weißweine ähneln im Norden wie im Süden deutlich mehr dem Jahrgang 2021, großer Linearität und sauberer Definition. Das Ganze ist mit einer sehr guten Aromatik versehen und macht 2024 zu einem sehr klassischen, hochwertigen Weißwein-Jahrgang, ohne an die Dramatik von 2023 anzuschließen. *** Der Nobles Origines ist der ehemalige Guy Louis. Die Tardieus haben das Label und den Namen neugestaltet, ohne jedoch den Inhalt zu verändern. Weiterhin ist es eine Zusammenarbeit mit verschiedenen, teils biologisch arbeitenden Winzern, von denen sie schon lange Trauben beziehen. *** Der Name Nobles Origines wurde gewählt, weil der Wein zu 100 Prozent aus Top-Crus verschiedener Appellationen des Rhônetals stammt wie Condrieu, Saint-Joseph, Saint-Péray, Crozes-Hermitage und Châteauneuf-du-Pape. Die Assemblage besteht 2024 aus 30 Prozent Viognier, 20 Prozent Clairette, 30 Prozent Grenache Blanc, 10 Prozent Marsanne und 10 Prozent Bourboulenc. Die Grenache-Reben sind über 40 Jahre alt, die Roussane 20, die Clairette 40 und die Viognier 20 Jahre. Der Wein hat 13,5 Volumenprozent Alkohol. Nach der langsamen Ganztraubenpressung wird der Most im Beton vergoren und der Wein dann sechs Monate im Beton ausgebaut. Nach der Gärung findet keine Malo statt. Keine Schönung und Filtration vor der Füllung in die authentischen Burgunderflaschen. Seit dem Jahrgang 2020 mit der teuersten Korkvariante von DIAM ausgestattet, die neben Naturkork 100 Prozent natürliche Materialien wie Rizinusöl und Bienenwachs enthält.