,Handlese aus Schiefer-Steillagen in kleine Boxen. Keine zu lange Maischegärung von etwas über zwei Wochen, dann Ausbau in zwei- bis vierjährigen Barriques für zehn Monate. Der Blauschiefer ist der Ortswein aus Dernau. Dernau ist etwas kühler, weil es etwas weiter im engeren Tal liegt. Erst hinten bei Bad-Neuenahr geht das Tal dann auf und es wird exponierter. Der Wein kommt aus terrassierten Steillagen. Es gibt hier nur noch rund 20 Prozent Neuholz, eben weil es so unglaublich filigran ist. Näkels fahren das Holz in diesem Wein immer mehr zurück. 2024 gab es an der Ahr herbe Frostverluste, bei vielen Weinen lag der Ertragsverlust bei über 50 Prozent, teilweise auch noch viel mehr. In 2024 ist daher auch alles nahezu vollständig entrappt, weil die Rappen oft nicht voll ausgereift sind. Davon abgesehen war es ein kühleres, feineres Jahr. In der Nase zarte reduktive Spannung, helle Kirsche und Kirschkerne, intensiv, aber nicht übermäßig fruchtig. Holzkohle und Feuerstein, dunkel in der Mineralität, aber kirschig-fein in der Frucht. Schon ein sehr eigener, charaktervoller Jahrgang. Eine Prise Pfeffer liegt auch darüber. Der 2024er Dernauer ist kein Schmusewein, sondern eine Terroirexpression mit enorm kühlem, steinigem Charakter in 2024. Wie eine konzentriertere und etwas reifere Version von 2021. Spätburgunderfreaks werden diese kühle, schlanke Frucht lieben. Gerade für die längere Reifung sind diese kühlen, straffen Jahre kein Schaden, nicht selten reifen sie langsamer und bleiben vor allem mittelfristig energetischer ohne in die Breite zu gehen.