Gleich vorneweg: das ist ein richtig starker Riesling! Gar nicht so einfach da in einer Blindprobe auf die Ahr zu kommen. Aber der Schiefer ist klar spürbar. Dernau hat hohe Anteile an Blauschiefer und auch bei den Pinots gefällt mir die Gemeinde meist besser als Ahrweiler. In 2023 haben wir den Wein erstmals ins Programm genommen, weil er so genial war und auch 2024 setzt sich die Erfolgsstory mit Näkels Riesling aus Dernau fort. Wie im Vorjahr auch zu 100 Prozent spontan im Tonneau vergoren und ausgebaut. In 2024 sind wir zurück in einem kühleren Jahr mit gewaltiger Spannung. Er ist komplett durchgegoren auf quasi Null Gramm Restzucker, das passt überraschend gut und ist keinesfalls zu extrem. Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Franken, obwohl es vom Boden ja eher Mosel ist. Schön straffer Angang mit weißer Johannisbeere, Zitronenschale, Tonicwater und weißem Pfirsich. Auch ein Hauch weißer Grapefruit darunter, obwohl der Wein gefühlt knalltrocken ist, hat er eine schön dichte Textur. Richtig pikant, da kommt noch etwas gelbe und grüne Kiwi dazu. Die Augen ziehen sich zusammen, da ist richtig Musik drin. Der Schiefer zieht über die Zunge, feiner Druck. Ein wirklich schicker Terroirwein von den Hängen des Ahrtals.