Werner Näkel hat schon 1986 seinen ersten Blanc de Noir gekeltert, er war also gewissermaßen ein Pionier für diese Art Wein in Deutschland. Der Blanc de Noir vergärt zu rund 40 Prozent in Barriques ausgebaut, aber alles gebraucht und der Holzeinfluss spielt hier gar keine so große Rolle. Aber die Spontangärung läuft im Holz mit Luft einfach ein bisschen besser. Ganztraubenpressung wie im Champagner-Verfahren. Wie gesagt spontan vergoren, komplett trocken, das Ganze geschieht in Barriques und rund 25 Prozent Edelstahl. Der Frostschaden hat in 2024 im Ahrtal für sehr kleine Erträge gesorgt, Meyer-Näkel hat nur rund 30 Prozent einer normalen Ernte eingeholt. Aromatisch-schmelzige Nase mit sehr intensiver Frucht in 2024. Wir haben Apfelschale, grüne und pinke Aprikose, Grapefruit, Orangenöl und Orangenblüte. Der kleine Anteil Edelstahl gibt dem Wein einen guten reduktiven Frischekick. Dicht und einnehmend in seiner geschmeidigen Frucht. Der Mund ist verblüffend für einen Blanc de Noir, weil man diese leichte Holzunterlegung so ja erstmal nicht erwarten würde. Die dichte gelbe Frucht bekommt noch einen schönen Zitrustouch aus Orange und Grapefruit im Mund. Für einen Blanc de Noir hat das schon richtig Charakter und muss auch nicht zwingend im ersten Jahr getrunken werden.