Das Zeltinger Himmelreich, nicht zu verwechseln mit dem Graacher Himmelreich in der Gemeinde neben Wehlen, ist ein recht großer Besitz für Molitor, aber dennoch eine seltene Lage bei ihm im Programm. Das meiste geht normal in das Grüne Kapsel Kabinett und viel auch in den Alte Reben Mosel, denn hier reden wir über Stöcke von 70, 80 Jahren und mehr. Wir hatten die letzte Auslese aus dem Z. Himmelreich aus 2016 im Programm, das ist also schon etwas her. Genau wie die Sonnenuhr in Zeltingen ist auch das Himmelreich sehr mineralgetrieben und zeigt sich eher schlank und kühl im Charakter. Der Wein zeigt aktuell unter seiner feinen Reduktion eine sehr subtile Frucht, die eher in sich gekehrt ist. Er ist vor allem kräuterig und steinig, kein Vergleich zu lauten Erdener Treppchen von gegenüber. Nein, hier sind wir in schwebender Kräuterwürze mit Minze, weißer Johnannisbeere, Zitronenabrieb und sehr viel Feuerstein. Der Trinkfluss ist Wahnsinn für eine Auslese**, so saftig und pur, trinkt sich fast wie ein Kabinett, ist aber natürlich deutlich feiner.