Der legendäre Kellermeister von Jadot, Frederic Barnier, baut sehr klassisch aus. Ein Drittel neues Holz, ein Drittel einjähriges, ein Drittel zweijähriges. Nahezu immer zu 100 Prozent entrappt. Einjähriger, kühler Ausbau in den Kellern von Jadot. Die Nase ist so typisch Gevrey, in hochkonzentrierter Form. Die Bündelung der Gemeinde in einem Wein, in seiner allerfeinsten Form. 2024 ist ein kühleres Jahr als 2022 und 2023. Schon der ganze Angang ist klassischer, straffer und reduktiver, in sich verwunden. Nicht diese Fruchtfanfare wie 2023, viel subtiler, wie 2016 oder 2008 auch waren. Fein, seidig, elegant, mit zarter Himbeer-Sauerkirsche, Schlehe, Tropenholz und sehr deutlichem, kühlem Graphitabdruck. Die Tannine sitzen präzise wie ein Maßanzug. 2024 wird etwas Zeit brauchen, sich dann aber großartig entwickeln. Ich sehe auch große Ähnlichkeiten zum 2010er Jahrgang, der anfangs auch nicht so stark beachtet wurde, aber heute zu den großartigsten zählt.