Diese kleine, ja winzige Domaine Levet produziert so wenig Wein, wir bekommen gerade mal 60 Flaschen Condrieu oder weniger pro Jahr. Erst seit 2019 gibt es diesen Wein überhaupt. Eine sehr kleine Parzelle direkt am Fluss gelegen. Direktpressung, dann Vergärung in Edelstahl, auch weil der Most dort etwas gekühlt werden kann, das unterstreicht die Präzision. Ausbau in Burgunder-Barriques für ein Jahr, mit geringem Neuholzanteil. Die Nase eindeutig Ganztraubenpresse mit langsamer Pressung, also durchaus einen kleinen Hauch Schalenkontakt aufweisend. Levet arbeitet mit sehr hellem Toasting bei den Fässern, das heißt es ist nie wirklich röstig im Duft, aber das feine Holz ist etwas spürbar. Darunter weißer Plattpfirsich, Orangenblüte, Williamsbirne. Dieser Condrieu hat schon ziemlich Dampf im Mund. Wir haben einen wunderbaren Trinkfluss mit seidiger Textur, schon direkt nach Abfüllung sehr zugänglich und kaum verschlossen. Ein transparenter, trinkfreudiger Condrieu.